PRDC: Und ewig husten die Schweine

Während man in der Vergangenheit eher von Atemwegserkrankungen bei Schweinen ausging, die durch einen Erreger hervorgerufen wurden, lassen jetzt moderne diagnostische Methoden erkennen, dass in der modernen Schweinehaltung Atemwegserkrankungen überwiegend durch das Zusammenspiel mehrerer Bakterien und Viren entstehen.

PRDC: Porcine Respiratory Disease Complex

Mycoplasmen Viren
Mycoplasma hyopneumoniae
Impfungen

Stressoren


PRRS
Circovirus (PCV 2)
Impfungen
PRDC: Porcine Respiratory Disease Complex
Bakterien & Endotoxine
Umwelt - Hygiene - Fütterung - Management
Mannheimia
Actinobacillus pleuropneumoniae
Streptokokken
Bordetellen
Endotoxine

indirekt:
Lawsonia intracellularis
Brachyspira hyodysenteriae
Clostridien
E. coli
Salmonella
Mycotoxine
Nährstoff-, Mineral - u. Vitamindefizite
Verdauungsstörungen
Überbelegung
verschiedene Tierherkünfte
Stallklimamängel
Hygienemängel
keine Rein-Raus-Belegung
mangelhafte Impftechnik
ungeeignete Desinfektionsmittel

Dabei sind diese Erreger häufig latent über längere Zeit im Bestand vorhanden. Dies verdeutlicht eine Studie aus der Klinik für Schweine und des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Infektions - und Seuchenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ein Wissenschaftlerteam hatte Lungenspülproben sowohl von klinisch auffälligen als auch von unauffälligen Tieren untersucht. Es wurde eine Vielzahl von Erregern gefunden, die häufig auch gleichzeitig in einem Schwein vorkamen. So PRRS - und Circoviren, Streptokokken, Mykoplasmen, Haemophilus, Pasteurellen, Bordetellen und Actinobacillus (APP). Überraschend war, dass diese Erreger in allen Produktionsstufen vom Saugferkel bis in die Mast vorkamen. So konnten Bordetellen in gleicher Häufigkeit im Saugferkel-, Absetzferkel-, Vormast- und Mastbereich nachgewiesen werden. Zudem waren die verschiedenen Erreger bei gesunden und kranken Tieren vorhanden.