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BfT: Tiergesundheitsindustrie zieht Bilanz

(bft) Der Regierungswechsel nach Rot/Grün hat einige Grundkoordinaten

der bisherigen Umwelt-, Wirtschafts- und Finanzpolitik grundlegend verändert. Auswirkungen sind auch für die Tiergesundheitsindustrie spürbar. Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. bilanzierte auf seiner Mitgliederversammlung Anfang Mai in Potsdam das zurückliegende Jahr.

Überragendes Thema der verbandspolitischen Arbeit des letzten Jahres war die Diskussion um die Anwendung von Antibiotika als leistungsfördernde Futterzusätze und auch als Tierarzneimittel. Einen vorläufigen Höhepunkt

erreichte die politische Auseinandersetzung im Dezember 1998, als europaweit vier Leistungsförderer und zwei Wachstumsförderer mit sehr kurzen Übergangsfristen verboten wurden. Bei dieser übereilten Entscheidung, mitten in den wissenschaftlichen Reviewprozess hinein, haben – so Dr. Horst Geilhausen, Vorsitzender des Bundesverbandes für Tiergesundheit – mehr politische als wissenschaftliche Argumente eine

Rolle gespielt. Im Zusammenhang damit ist die Abwehr des sogenannten “humanmedizinischen Vorbehaltes”, der die Entwicklung neuer innovativer Veterinärantibiotika zum Erliegen bringen würde, ein wesentliches Ziel für den Verband.

Im regulatorischen Bereich der Verbandsarbeit stehen vor allem Verbesserungen der Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden für Tierarzneimittel und für Impfstoffe im Mittelpunkt. In einem Spitzengespräch sicherte Bundeslandwirtschaftsminister Funke vor kurzem seine Unterstützung für die Erweiterung der unzureichenden Ressourcen bei der Zulassungsbehörde für Impfstoffe zu, um die Immunprophylaxe – auch vor dem Hintergrund der Antibiotikadiskussion – zu fördern.

Gravierende Auswirkungen, insbesondere auf mittelständische Unternehmen, hätte die von der Bundesregierung derzeit laufende Novellierung des Arzneimittelgesetzes. Langfristige Entwicklungskonzepte

von Firmen wären von einem Tag auf den anderen durch den Widerruf von Zulassungen und damit von dem Vertriebsverbot bedroht.

Darüber hinaus hofft Dr. Geilhausen, dass es gelingt, im Rahmen der weltweiten Handelsverpflichtungen die Europäer im Hormonstreit mit den USA davon zu überzeugen, ihre politische Haltung, die einer Verteufelung

sicherer Wachstumshormone gleich kommt, aufzugeben.

Trotz der Verunsicherung durch die politische Diskussion und die allgemeine Konjunkturabschwächung hat sich der Tierarzneimittelmarkt mit einem Gesamtumsatz von rund 870 Mio. DM und einem Anstieg von 4,8 % in 1998 zufriedenstellend entwickelt. Das Wachstum wurde von guten Zuwächsen im Impfstoff- und Antiparasitika-Sektor getragen. Insbesondere die Floh- und Zeckenmittel zum Einsatz bei Hund und Katze unterstützten diese positive Entwicklung. Durch das überproportionale Wachstum wuchs das Hobbytiersegment auf 40 % des Gesamtmarktes an.

Das Futterzusatzstoffsegment erzielte mit 513 Mio. DM keinen Zuwachs. Die Umsätze der antibiotisch wirksamen Leistungsförderer haben sich als

Folge der politischen Diskussion um 15 % verringert. Auch das Segment therapeutischer Antibiotika stagnierte auf dem Vorjahresniveau.

Bei der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß für zwei Jahre der Vorstand des Bundesverbandes für Tiergesundheit gewählt. Dr. Horst Geilhausen, Bayer, als Vorsitzender, Dr. Gerhard Greif, ELANCO, Dr. Wilhelm von Ledebur, Impfstoffwerk Dessau-Tornau, Dr. Wolfgang Siegert, Pfizer, Gerd Widmann, Hoechst Roussel Vet, wurden wiedergewählt. Neues Mitglied im Vorstand ist Dr. Dieter Schillinger, Merial, der für das langjährige, nun ausscheidende Mitglied Gerd Kelling, Boehringer Ingelheim-Vetmedica,

in den Vorstand gewählt wurde. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernahm Dr. Greif. Neuer Schatzmeister wurde Dr. von Ledebur.

Presseinformation Bonn, den 12.05.1999 Bundesverband für Tiergesundheit e.V. Ansprechpartner: Dr. Martin Schneidereit Aennchenplatz 6, 53173 Bonn Bad Godesberg Telefon 0228 / 31 82 96 Telefax 0228 / 31 82 98 Homepage: http://www.bft-online.de

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