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Freilandhaltung birgt Umweltrisiken

(aho/eule) Bisher wurde Kritik an der Freilandhaltung nur von der konventionellen Landwirtschaft laut. Nun diskutiert auch die Ökoszene die Umweltprobleme, die durch die Freilandhaltung von Schweinen und Hühnern entstehen. Bei aller Euphorie über den Tierschutz wurde vergessen, daß die Bestandsdichten von Nutzvieh im Freiland sehr viel größer sind als in natürlichen Lebensgemeinschaften. Dies führt zu Hygiene-Problemen und einer erheblichen Umweltbelastung mit Fäkalien, die nicht als Dünger zurückgewonnen werden können. Aus dem hohen Stickstoffeintrag durch Exkremente resultiert eine erhebliche Belastung von Luft und Gewässern.

Nach einer Veröffentlichung in der Zeitschrift Ökologie & Landbau ist aus fachlicher Sicht das unkontrollierte Absetzen von Kot und Harn durch Schweine kein ordnungsgemäßes Ausbringen von Wirtschaftsdünger im Sinne des Gesetzes. Bereits 100 Mastschweine würden 3,8 ha Freiland benötigen, nur um eine verbotene Grundwasserbelastung mit Stickstoff zu vermeiden. Wollte man die Bodenbelastung in ökologisch vertretbaren Grenzen halten, müßte Schweinen wie Hühnern soviel Land zur Verfügung stehen, daß die Freilandhaltung unwirtschaftlich wäre.

Die Auslauf- und Weidepflege ist daher der Kernpunkt einer funktionsfähigen Freilandhaltung. Der Autor fordert neben einer steten Regeneration eines dichten Pflanzenbestandes (was bei Huhn und Schwein denkbar schwierig sein dürfte) eine konsequente Parasitenprophylaxe z.B. mit Medikamenten. Im Freiland ist vor allem an Parasiten wie Leberegel zu denken, aber auch an Infektionserreger wie den Schweinepestvirus, der durch Wildtiere übertragen wird. Der Autor schlägt als Lösung analog zur Fruchtfolge im Ackerbau „Tierfolgen“ vor, in denen verschiedene Tierarten zeitlich hintereinander dieselben Freilandflächen nutzen.

Soll die Haltung dem Tier ein möglichst natürliches Leben gewährleisten, ist die Freilandhaltung die bessere Alternative. Soll jedoch die Umwelt geschont werden und sollen die Tiere auch in den Genuß von Wohlbefinden, Schutz vor extremen Klimabedingungen und Krankheiten kommen, sind Kompromisse unumgänglich.

Quelle:

Bartussek, H: Freilandhaltung von Nutztieren: eine unbekannte Wissenschaft und ein Umweltproblem. Ökologie & Landbau 1998/H.107/S.31-38

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