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Verbraucherschutz: Ochratoxin A im Visier

Fleisch, Wurst und Milch geringer belastet

(aho) Ochratoxin A kann durch Schimmelpilze auf Getreide, Rohkaffee, Gewürzen, Wein oder Trockenfrüchten gebildet werden. Es wird beim Kochen, Braten oder Backen nicht wesentlich abgebaut. Im Tierversuch erwies es sich als krebserregend sowie als Nierengift.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat ein Forschungsprojekt gefördert, in dem insgesamt bundesweit 6476 Lebensmittelproben und 1810 Blutserumproben untersucht und mehr als 2500 Personen auf ihre Verzehrsgewohnheiten befragt wurden. in 57,2 % aller untersuchten Lebensmittelproben waren mit Ochratoxin A belastet. Jedoch nur 0,5 % der Werte lagen im erhöhten Bereich über 5 µg/kg. Es zeigte sich, dass auf Grund der hohen Verzehrmengen vor allem Getreide und Getreideprodukte, darunter Vollkornprodukte und Roggen, zur Ochratoxin-A-Exposition beitragen, gefolgt von Kaffee, sonstigen Getreideprodukten, Bier, Fleisch, Wurst und Käse. Der Nachweis des Ochratoxins A in über 90 % der Blutproben weist auf eine kontinuierliche Langzeitaufnahme dieses krebserregenden Stoffes hin.

Nach Auffassung des Bundesministerium für Gesundheit ist eine Minimierung der Belastung des Verbrauchers mit Ochratoxin A aus Vorsorgegründen ratsam. Es wird eine EU – weite Regelung angestrebt.

Quelle: Pressemitteilung des bmg Nr. 102 vom 17. Dezember 1999

Zwei AHO – Hintergrundberichte zum Thema Mycotoxine finden Sie hier:

Ein Problem von ungeahnter Tragweite: Mykotoxine

Mycotoxine: Ein geschichtlicher Überblick

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