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Schutzimpfung muss Thema bleiben

(BfT) – Mehr als 1500 betroffene Höfe, über 2,4 Mio. getötete Tiere, allein 450 Mio. Euro zusätzliche Ausgaben allein für die Bekämpfung der MKS aus dem EU-Agrarhaushalt, aus dem 60% der Bekämpfungskosten gedeckt werden, sowie Transportverbote und Handelsbeschränkungen in ganz Europa.

Dies ist die vorläufige Bilanz des MKS-Seuchenzuges, der im Februar diesen Jahres in England seinen Anfang nahm (Stand: 10.05.2001). Der gesamte wirtschaftliche Schaden inklusive aller Folgekosten dürfte weit höher sein. Im am schwersten betroffenen Großbritannien wurde bereits Ende April eine Summe von ca. 30 Milliarden Euro genannt. Mindestens ebenso schwer wie die wirtschaftliche Last wiegen die Verunsicherung von Verbrauchern und Landwirtschaft. Auch wenn die seit 1992 in der EU praktizierte Nichtimpfpolitik den freien Handel zweifellos gefördert hat, muss die europäische Seuchenpolitik jetzt auf den Prüfstand. Dass die Entwicklung von Markervakzinen und entsprechenden Testsystemen möglich ist und ihre Anwendung in eine sinnvolle Seuchenbekämpfung integriert werden kann, zeigen andere Beispiele wie die Bekämpfung der Aujeszky’schen Krankheit und der IBR.

Markierte Impfstoffe helfen jedoch nur dann, wenn sie bei entsprechender Seuchenlage, sei es als Ringimpfung, Impfgürtel oder flächendeckend in besonders gefährdeten Gebieten auch wirklich zum Einsatz kommen. Hierzu müssen jetzt verlässliche politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen auch die anschließende Verwertung und Handelbarkeit der Tiere und landwirtschaftlichen Produkte geregelt werden.

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