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Ferkelkastration: Priesmeier fordert Spritze statt Skalpell

Berlin (aho) – Der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier, setzt sich für die Kastration von Ferkeln per Impfung als Alternative zur schmerzvollen operativen Kastration ein.

„Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wäre gut beraten, sich für diese tierschutzgerechte und wissenschaftlich abgesicherte Alternative zur herkömmlichen Kastration stark zu machen“, erklärt Priesmeier. „Jetzt gilt es, die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Immunokastration bald in Deutschland eingeführt werden kann.“

Bisher werden männliche Ferkel bis zum Alter von sieben Tagen durch einen schmerzhaften operativen Eingriff ohne Betäubung kastriert. Notwendig ist die Kastration wegen des urinartigen Geruchs, der dem Fleisch unkastrierter Mastschweine anhaften kann.

Bei der Immunokastration genügen zwei einfache Impfungen der Mastschweine gegen das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnrH), das für die Aufrechterhaltung der Hodenfunktion notwendig ist. Danach bilden sich die Hoden stark zurück, auch das für den Ebergeruch verantwortliche Androstenon wird nicht mehr gebildet.

Internationale Studien in der Schweiz und in Australien haben die Praxistauglichkeit der Immunokastration bestätigt und gezeigt, dass das Fleisch der so geimpften Tiere sogar magerer und somit hochwertiger ist als das herkömmlich kastrierter Mastschweine.

Ein entsprechender Impfstoff ist bereits in Australien und Neuseeland auf dem Markt und wird großflächig mit sehr gutem Erfolg eingesetzt. Die Zulassung und Einführung des Medikaments in den USA und in Europa ist geplant.

In diesem Zusammenhang begrüßt Priesmeier auch den aktuellen Vorstoß des niederländischen Landwirtschaftsministers Cees Veermann, der ein europaweites Verbot der Ferkel-Kastration ohne Betäubung fordert.

„Deutschland darf sich bei diesem wichtigen Tierschutz-Thema nicht international überholen lassen“, schlussfolgert Priesmeier. „Aufgabe des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ist es jetzt, die beschleunigte Zulassung durch eigenes Engagement und sinnvolle rechtliche Vorgaben zu unterstützen.“

Neben einer Änderung des Fleischbeschaugesetzes wäre auch eine Berücksichtigung des Themas bei der geplanten Novelle der Tierimpfstoffverordnung notwendig. ‚Wichtig ist dabei vor allem, dass die Halter die Möglichkeit erhalten, die Impfung selbst vorzunehmen‘, so der sozialdemokratische Tierschutzpolitiker Priesmeier.

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