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Erneut Newcaste Krankheit in Griechenland

Paris / Athen (aho) – Im griechischen Landesteil Sterea Hellas ist nach Angaben des Internationalen Tierseuchenamtes in Paris in zwei Broilermastbeständen die Newcastle Disease ausgebrochen. Betroffen sind insgesamt mehr als 25.000 in konventioneller Stallhaltung. Der Großteil der Tiere ist in Folge der Viruserkrankung verendet. Überlebende Tiere wurden getötet. Es soll sich um gegen die Newcastle Krankheit geimpfte (B1 Hitchner) Tiere handeln, so dass im Moment der Ausbruch der Erkrankung noch nicht erklärbar ist.

Hintergrund

Die Newcastle-Krankheit ist eine anzeigepflichtige Krankheit. Bereits der Verdacht auf diese Geflügelkrankheit muss von Tierhaltern und Tierärzten dem zuständigen Amtstierarzt gemeldet werden.

Neben den üblichen Maßnahmen, die ein Tierhalter in Zeiten erhöhter Seuchengefahr zu beachten hat (wie etwa Absonderung erkrankter Tiere, keine Marktbeschickungen, keine Zukäufe, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, keine fremden Personen in den Stall lassen) muss dringlichst auf die Impfpflicht der Geflügelhalter hingewiesen werden. Danach hat in Deutschland jeder Besitzer eines Hühner- oder Truthühnerbestandes seine Tiere durch einen Tierarzt regelmäßig gegen Newcastle-Krankheit impfen zu lassen.

Die Krankheit wird durch ein Paramyxovirus verursacht und ist außerordentlich ansteckend für Hühner und Truthühner, aber auch für Fasane, Rebhühner und Wachteln, in seltenen Fällen auch für Wassergeflügel und Wildgeflügel. Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt über die Atmungsluft und über Kontakte, etwa im Stall, auf Geflügelmärkten oder Transporten sowie über Nahrungsaufnahme.

Neben plötzlichen Todesfällen zeigen erkrankte Tiere Fieber bis 43 Grad Celsius, Mattigkeit, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, Durst, gesträubtes Gefieder, Durchblutungsstörungen mit häufig dunkler Verfärbung des Kammes, Atemnot, Niesen, Röcheln, Schleimhautabsonderungen und grünlich-wässrigen Durchfall. Innerhalb von fünf Tagen nach Ausbruch der Krankheit sterben viele Tiere.

Hochansteckende Viruskrankheiten, wie die Newcastle-Krankheit sind ohne Impfung des Geflügels nicht wirksam zu bekämpfen. Nur der ausreichende Impfschutz aller Einzelbestände, auch kleiner Bestände, bietet einen wirksamen Schutz für die Gesamtpopulation der Hühner und Truthühner in Deutschland und verhindert eine Einschleppung der gefährlichen Geflügelseuche nach Deutschland.

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