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Warnung vor VTEC-Bakterien in Rohmilchkäse ’’Tête de Moine’’

Stuttgart (aho/lme) – Wie das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum am Donnerstag (4. Oktober) in Stuttgart mitteilte, hat die Firma Fromage de Bellelay den Halbhartkäse aus Rohmilch ” Tête de Moine “, “am 24.07.2007 verpackt und bis 22.10.2007 zu verkaufen”, zurückgerufen, da bei einer amtlichen Untersuchung bei diesem Käse verotoxinbildende Escherichia coli (VTEC) gefunden worden waren.

Typisch für VTEC – Infektionen sind Durchfälle unterschiedlicher Ausprägung. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit wässrigen Durchfällen, die im Verlauf der Erkrankung zunehmend wässrig-blutig erscheinen und ein der Ruhr ähnliches Bild aufweisen können. Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, gelegentlich Fieber. Bei 10-20 % der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform eine hämorrhagische Kolitis mit Leibschmerzen, blutigem Stuhl und häufig mit Fieber. Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen und abwehrgeschwächte Personen erkranken erfahrungsgemäß häufiger schwer. Gefürchtet sind Komplikationen: das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) mit hämolytischer Anämie, Nierenversagen bis zur Anurie und thrombotischer Mikroangiopathie sowie die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) mit Thrombozytopenie, Hautblutungen, hämolytischer Anämie und neurologischen Veränderungen. Diese schweren Komplikationen treten unabhängig von der Schwere des vorangegangenen Verlaufes der EHEC-Infektion in etwa 5–10 % der symptomatischen EHEC-Infektionen auf. Die Symptomatik hängt vom Ort der Primärschäden durch die Toxine ab. Die Letalität bei HUS und TTP ist besonders im Kindesalter hoch, oft kommt es zum akuten Nierenversagen mit Dialysepflicht, seltener zum irreversiblen Nierenfunktionsverlust mit chronischer Dialyse.

Die Überwachungsbehörden in Baden-Württemberg werden den Rückruf überwachen und das weitere Inverkehrbringen der Ware unterbinden, so das Ministerium in einer Warnmeldung.

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