Zuviel Gülle in den Niederlanden
(lid) – Die Niederlande kämpfen weiter mit ihrem Gülleproblem. Laut einer aktuellen Prognose des Landbauökonomischen Instituts (LEI) und der Universität Wageningen droht dem Land ab 2009 ein struktureller Überschuss des natürlichen Düngers.
Im Jahr 2015 könnten bis zu acht Prozent des Wirtschaftsdüngers nicht mehr legal abgesetzt werden. Das entspräche einer Nährstoffmenge von 13 Millionen Kilogramm Phosphat, berichtet der Agrarpressedienst AIZ. Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg kündigte strengere Düngevorschriften an. Trotzdem will sie die nationale Ausnahmeregelung von der EU-Nitratrichtlinie in Brüssel verlängern lassen. Die Richtlinie begrenzt die Ausbringung von Wirtschaftsdünger auf 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektare und Jahr. Einige Mitgliedstaaten haben von der Möglichkeit der Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht, darunter Deutschland und Österreich. In den Niederlanden liegt die Obergrenze für Grünlandbetriebe bei 250 Kilo Stickstoff pro Hektare und Jahr. Die Ausnahmeregelung läuft jedoch mit dem dritten nationalen Aktionsprogramm zur Nitratrichtlinie Ende 2009 aus. Im vierten Aktionsprogramm für 2010 bis 2013 strebt Verburg eine Verlängerung an. Die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission beginnen bereits im Juli.
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