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Ferkelkastration: Tierschutzgerechte Alternative soll entwickelt werden

Berlin (aho) – Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert mit rund einer Million Euro ein Forschungsvorhaben, das zur Lösung des Problems der betäubungslosen Ferkelkastration beitragen soll. Die Universität Bonn wird zusammen mit Besamungsstationen und Zuchtorganisationen ein Zuchtprogramm entwickeln, um den Anteil der Eber mit Ebergeruch zu reduzieren. Das teilte gestern das Agrarministerium in Berlin mit. Gleichzeitig entwickelt die Five technologies GmbH ein Verfahren zur Erkennung des Ebergeruchs. Die elektronische Nase soll in Schlachthäusern online Ebergeruch aufspüren, damit belastetes Fleisch aussortiert werden kann. Das Projekt wird aus dem Innovationsprogramm des BMELV gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

“Die Ferkelkastration wird auch auf europäischer Ebene kritisch diskutiert. Deshalb fördern wir Projekte, die tierschutzgerechte Alternativen aufweisen”, sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Gert Lindemann anlässlich der Übergabe von Zuwendungsbescheiden gestern in Berlin. “Ebermast kann eine tierschutzgerechte Alternative sein. Voraussetzung ist ein deutlich reduzierter Anteil an Tieren mit Ebergeruch und eine zuverlässige Identifikation des betroffenen Fleisches. Das Projekt verbindet beide Ziele miteinander.”

Zur Zeit verhindert die Kastration von männlichen Ferkeln – neuerdings mit Schmerzmitteln – das Auftreten von Ebergeruch, der das Fleisch einiger Tiere mit einem unangenehmen Geschmack belastet.

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