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Weidehaltung in Überschwemmungsgebieten: Studie zur Dioxinbelastung und Risikobewertung

(aid) – Böden in Überschwemmungsgebieten können wegen der mit dem Wasser transportierten Schadstoffe mit Dioxinen und Polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet sein. Die Beweidung flussnaher Grünlandflächen in diesen Gebieten sollte daher standortdifferenziert erfolgen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung über die Risiken für die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit, wenn Lebensmittel liefernde Tiere auf mit Dioxin und PCB belasteten Flächen gehalten werden.

Die Forscher der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie der Landwirtschaftskammer Hannover kommen in ihrer Studie, die in den „Übersichten zur Tierernährung“ veröffentlicht wurde, zum Ergebnis, dass auch auf kontaminierten Flächen mit besonderen Vorkehrungen noch Futtermittel mit vertretbaren Belastungen an Schadstoffen angebaut werden können. Die traditionelle Beweidung flussnaher Flächen in Überschwemmungsgebieten sei dagegen mit höheren Risiken für die Lebensmittelsicherheit verbunden. Bei tragenden Schafen oder Kühen, die auf belasteten Grünlandflächen geweidet wurden, konnte ein Übergang von Dioxinen auf die Frucht und in das Kolostrum nachgewiesen werden. Bei der Weidemast von Rindern kam es zu einer Belastung der Lebern, die vielfach die zulässigen Höchstwerte übertraf. In der Muskulatur war die Dioxinbelastung dagegen geringer.

Um die Interessen des Hochwasserschutzes, der Landwirtschaft und der Lebensmittelsicherheit zu berücksichtigen, müsse daher auf gewässernahen Flächen die Rind- und Schaffleischproduktion standortdifferenziert erfolgen. Muttertiere sollten nur dann auf kontaminierten Flächen weiden, wenn ihre Milch nur kurzfristig für die Nachzucht genutzt wird. Die eigentliche Mast der Tiere müsse auf anderen Standorten mit unbelastetem Futter erfolgen. Bei Mutterkühen, die wiederholt auf kontaminierten Flächen geweidet wurden, sei davon auszugehen, dass diese Tiere nicht mehr als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden können.

Nach Ansicht der beteiligten Wissenschaftler zeigt die Studie, wie komplex die Zusammenhänge betrachtet werden müssen, wenn es um Fragen der Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit geht. Ohne die Kenntnis von Standortgegebenheiten könne nur bedingt oder überhaupt keine Aussage über die Futtermittelsicherheit gemacht werden. Zusätzliche Untersuchungen in weiteren Regionen sowie an Fluss- und Wasserläufen seien unabdingbar.

aid, Renate Kessen

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