animal-health-online®
Redaktion Grosstiere

Zwischenablage01 powered by ...
T O P N E W S ►

Rinderpraxis: Sind Circoviren am Blutschwitzen der Kälber beteiligt?

Leipzig / München / Berlin / Poing (aho) – Seit 2007 rätseln Wissenschaftler, Tierärzte und Landwirte über die Ursachen des sogenannten Blutschwitzen (Hämorrhagische Diathese Syndrom „HDS“)bei Kälbern. Die Kälber erkrankten durchweg im ersten Lebensmonat an der meist tödlich verlaufenden hämorrhagischen Diathese.
Abstammungsanalysen ergaben keinen Hinweis auf eine Erbkrankheit. Untersuchungen auf Toxine wie z. B. S-(1,2-Dichlorovinyl)-L-cysteine (DCVC), Furazolidon oder Mykotoxine, die Knochenmarksschäden hervorrufen können, verliefen ergebnislos.

Jetzt berichtet ein Autorenteam im Fachjournal „Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift“, dass es ihnen gelungen ist, Circovirus-DNS bei fünf von 25 HDS-Kälbern und einem von acht Nicht-HDS-Kälbern nachgewiesen werden. Die vollständige DNS-Sequenz zeigt eine starke Ähnlichkeit (bis zu 99 %) zum Porzinen Circovirus Typ 2b (PCV 2b). In einer PCV2-spezifischen Immunhistologie färbten sich einzelne Knochenmarkszellen bei einem von acht HDS-Kälbern schwach positiv. Es konnte erstmals ein Circovirus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen werden. Die Ursache des HDS bleibt nach Meinung der Autoren jedoch unklar.

Ein multifaktorielles Geschehen, an dem Infektionen, Intoxikationen, Immunopathien oder genetische Prädisposition beteiligt sein können, ist demnach denkbar. Die Wissenschaftler halten weitere Untersuchungen für notwendig, um die Ursache des HDS und eine möglichen Beteiligung von PCV2 aufzuklären.

Kappe EC, Halami MY, Schade B, Alex M, Hoffmann D, Gangl A, Meyer K, Dekant W, Schwarz BA, Johne R, Buitkamp J, Böttcher J, Müller H
Bone marrow depletion with haemorrhagic diathesis in calves in Germany: Characterization of the disease and preliminary investigations on its aetiology
Berl. Münch. Tierärztl. Wschr. 123: 1-2, 31-41 (2010)
DOI-Nummer: 10.2376/0005-9366-123-31

One Comment, Comment or Ping

  1. Norris Serl

    Animal-based research indicates that L-cysteine may aid in the treatment of diabetes. In a 2009 study published in Free Radical Biology & Medicine, for instance, diabetic rats treated with L-cysteine experienced a significant decrease in blood sugar levels and in insulin resistance. Additionally, L-cysteine appeared to inhibit blood vessel inflammation (shown to be a key contributor to heart disease among diabetes patients).*:`..

    See all of the most current short article at our own web blog
    <http://www.healthwellnesslab.comjg

Reply to “Rinderpraxis: Sind Circoviren am Blutschwitzen der Kälber beteiligt?”

Suche



Datenschutzerklärung

TOPIC®-Klauen-Emulsion und Gel: Bei Mortellaro Präparate ohne Wartezeit einsetzen! DSC_0014

Die Folgen der kastrationslosen Ebermast: Ungenießbares Eberfleisch stört das Vertrauen der Verbraucher

Fragen und Antworten zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes.

Antibiotikaverbräuche in Human- und Veterinärmedizin: Was ist viel & Und wer verbraucht "viel"?



logo-rathjens

Topic-Logo

tierbestand12-13

Penisbeißen in der Ebermast: ... sofort rausnehmen, sonst ist da die Hölle los! Penis_Zeller_Beringer_02

Das arttypische Verhalten der Eber sorgt für Unruhe in der Ebermast.



Bis zu 1 % ungenießbare Stinker: 24.000.000 kg Schweinefleisch in die Tonne?

Antibiotikaverbräuche in der Tierhaltung: Genau hinschauen lohnt sich

Tunnelblick: Stinkefleisch ist nicht das einzige Problem der Ebermast

Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch: "Ich befürchte, dass der Fleischkonsum schleichend zurückgeht"


gesundheit

Interaktive Tierseuchenkarte




Isofluran-Gasnarkose
Ferkelkastration, Ebermast, Eberimpfung
Verbraucherschutz: Paratuberkulose & Morbus crohn
Toxoplasmose bei Schweinen, Geflügel und Menschen
Botulismus
Morbus Crohn durch Mykobakterien: Ein Verdacht wird zur Gewissheit
Topic®-Emulsionspray und Gel decken ab, lösen Verkrustungen, trocknen aus und sind gegen Bakterien und Pilze konserviert. Die Topic®-Produkte neutralisieren den tierspezifischen Eigengeruch und Gerüche von Entzündungssekreten z.B. beim Zwischenschenkelekzem, Sommerekzem, Kannibalismus, Mauke, Huf- oder Klauenveränderungen. Der versorgte Bereich wird so für Insekten (Fliegen) wenig attraktiv. Die Emulsion und das Gel können auch unter Verbänden und im Zwischenschenkelbereich von Kühen eingesetzt werden.

Zoonosen



Beliebte Beiträge



Morbus Crohn & ParaTb



Prof. Borody im Interview bei YouTube.