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Mit versteckter Kamera beobachtet: Tierquälereien über Monate geduldet

Rechterfeld (aho/lme) – Der Bericht des Nachrichtenmagazins „report Mainz“ vom Montag über die tierquälerische Behandlung von Hühnern auf einer Wiesenhof-Mastelternfarm hat eine Vielzahl von Reaktionen zur Folge.

Das Unternehmen „Wiesenhof“ hat nach eigenen Angaben Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verden gegen die damalige selbständige Betreiberin der Elterntierfarm in Twistringen gestellt. Von dort stammen die Aufnahmen, die am Montagabend von „report Mainz“ ausgestrahlt wurden. Das Vertragsverhältnis mit der Pächterin der betreffenden Elterntierfarm besteht bereits seit November 2009 nicht mehr. Wiesenhof wirft den ehemaligen Pächten in der Strafanzeige vor, ihrer vertraglichen Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist, Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen nicht unterbunden, das Unternehmen und die zuständigen Behörden nicht informiert zu habe. Stattdessen habe man die Vergehen zugelassen und dokumentiert.

Wiesenhof vermutet, dass die Pächterin durch die Tierrechtsorganisation PETA instrumentalisiert wurde. Die Tatsache, dass das Fehlverhalten augenscheinlich geduldet wenn nicht sogar gefördert wurde, legt nach Meinung von Wiesenhof diesen Verdacht nahe.

Versteckte Kamera seit Mai 2009

Die Pächter der Farm, Kerstin Wessels und Steffen Pohl, hatten sich nach einem Bericht des „Weser Kuriers“ bereits Ende Mai an PETA gewandt und die Organisation um Hilfe gebeten. Wessels und Pohl sahen sich nach eigenen Angaben dazu veranlasst, weil das größte deutsche Geflügelunternehmen auf die gemeldeten Missstände nie reagiert habe. PETA stellte daraufhin die Kameras zur Verfügung, die Wessels und Pohl auf ihrer Farm mit rund 26.000 Hühnern und Hähnen versteckt installiert hatten.

Landwirtschaftsminister Ehlen

Die Bilder sind erschütternd“, wird Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) im Weser Kurier zitiert. So wie auf der Wiesenhof-Farm in Twistringen dürfe man nicht mit Tieren umgehen, ließ der Minister über seinen Sprecher Gert Hahne mitteilen. „Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, muss die Justiz ordentlich hinlangen.“ Hahne, der privat selber Hühner hält, weiter: „So wie da die Hähne in die Transportbox gepfeffert wurden, da wurde mir ganz anders. So etwas darf man nicht dulden.“

Die Linke fordert Konsequenzen

Die Linke im niedersächsischen Landtag hat nach dem Verdacht der Tierquälerei in einer Hühnerfarm von Wiesenhof die Landesregierung zum Handeln aufgefordert. Wenn sich der Verdacht bestätige, müsse es drastische Konsequenzen für den Betrieb geben, teilte die agrarpolitische Sprecherin der Linken, Marianne König, am Mittwoch mit. Wiesenhof dürfe die Verantwortung nicht auf Subunternehmen und Betriebsleiter abwälzen, hieß es. Das Unternehmen würde durch den enormen Kostendruck und die Abhängigkeit, welches es gegenüber den Subunternehmen aufbaue, eine artgerechte Tierhaltung unmöglich machen.

Morddrohungen

Radikale Tierschützer haben offenbar den Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe, Peter Wesjohann, ins Visier genommen. In anonymen Briefen wurde ihm mit dem Tod gedroht – beigelegt waren Patronenhülsen. Wesjohann habe deshalb seine Teilnahme an einer Veranstaltung des Unternehmens für Landwirte zum Thema Hähnchenaufzucht abgesagt, so gleichlautende Berichte verschiedener Medien. Die Veranstaltung fand unter Polizeischutz statt, so Medienberichte.

Umfrage

In einer Online-Umfrage der „Welt“ „Werden Sie Wiesenhof wegen der Vorwürfe boykottieren? antworteten 66% mit „Ja“, 15% mit „Nein“ und 19% mit „Ich habe noch nie etwas von denen gekauft“.

Staatsanwaltschaften prüfen

Ob sie Vorgänge in Twistringen auch strafrechtliche Konsequenzen haben, steht noch nicht fest. Es sei zwar eine mehrseitige Strafanzeige der Tierrechtsorganisation „Peta“ per Fax eingegangen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegenüber der Presse. Es müsse aber noch geprüft werden, ob strafrechtlich relevante Sachverhalte vorliegen. Auch die Staatsanwaltschaft Verden (Aller) muss eigenen Angaben zufolge eine Anzeige gegen den verantwortlichen Pächter des Stalls noch prüfen. Das werde einige Tage dauern, hieß es aus den Behörden.

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