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Gefährlicher Unsinn: Weidezaun mutwillig geöffnet – Kühe liefen auf die Gleise

Haiger/Rodenbach (aho) – Weil bisher unbekannte Täter den Weidezaun offensichtlich mutwillig geöffnet haben, sind in Haiger, Stadtteil Rodenbach (Lahn-Dill-Kreis), zwölf Kühe entwichen und im Bereich des Bahnhofes auf die Gleise der Bahnstrecke Wetzlar-Siegen gelaufen.

Durch gemeinsame Anstrengung von Beamten der Polizeistation Dillenburg, des Bundespolizeireviers Gießen und Anwohnern, konnten die Tiere zurück auf die Weide getrieben werden. Zu Schaden gekommen ist niemand. Es gab lediglich minimale Verspätungen für den Bahnverkehr.

Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Kassel ist dies in dieser Woche bereits der zweite Fall, wo vermutlich Dritte mutwillig an Weidezäunen manipuliert haben, sodass das Vieh entweichen konnte. Der erste Fall ereignete sich in Wiera (Schwalm-Eder-Kreis). Hier hatten nach Zeugenhinweisen Jugendliche das Gatter geöffnet, die Tiere aufgehetzt und in Panik gebracht. Die Rinder liefen auf die Gleise und sorgten für erhebliche Behinderungen des Bahnverkehrs.
Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hintergrund:

Weidetiere sind Fluchttiere: Wenn sie einer Gefahr ausgesetzt sind oder erschrecken, reagieren sie mit Flucht. Zäune werden auf der Flucht oft nicht mehr als Grenze erkannt und durchbrochen, übersprungen oder die Tiere rennen in die Zäune. Schlimme Verletzungen durch ein hoffnungsloses Verheddern oder Hängen bleiben sind die Folgen, vor allem wenn ungeeignete Zäune eingesetzt werden, so die Bundespolizeiinspektion Kassel.

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