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Blauzungenkrankheit: 2011 voraussichtlich keine staatliche Impfkampagne in der Schweiz

Bern (BVET) – Gegen die Blauzungenkrankheit braucht es 2011 voraussichtlich keine staatliche Impfkampagne mehr. Wie das Bundesamt für Veterinärwesen BVET der Schweiz in einem heute veröffentlichten Bericht aufzeigt, konnte mit den drei flächendeckenden Impfkampagnen 2008, 2009 und 2010 die Blauzungenkrankheit in der Schweiz praktisch getilgt werden. Definitiv entscheidet das BVET Ende Jahr über das Vorgehen 2011.

Nach intensiven Impfkampagnen in der Europäischen Union EU und der Schweiz ist der Seuchenzug der Blauzungenkrankheit gestoppt. In unseren Nachbarländern traten nur noch vereinzelt Fälle auf – im Vergleich zu mehreren Tausend in den Vorjahren. In der Schweiz konnte 2010 bislang keine einzige Ansteckung nachgewiesen werden. Die gute Seuchenlage macht nach jetziger Beurteilung eine weitere obligatorische Impfkampagne im 2011 unnötig. Der definitive Entscheid darüber fällt Ende Jahr, damit eine unerwartete Entwicklung des Seuchengeschehens berücksichtigt werden könnte.

Die Blauzungenkrankheit vom Typ 8 trat 2006 erstmals in Europa auf. In den folgenden Jahren breitete sich die Krankheit rasant in Belgien, Deutschland, Frankreich und anderen Ländern aus und erreichte Ende 2007 auch die Schweiz. Zusammen mit den landwirtschaftlichen Organisationen startete der Veterinärdienst 2008 flächendeckende Impfungen von Rindern, Schafen und Ziegen. Mit diesem raschen und konsequenten Vorgehen wurde das Ziel erreicht, die Krankheit innert dreier Jahre weitgehend zu tilgen – in der Schweiz wie auch der EU. Grössere Schäden in der Schweizer Landwirtschaft konnten so vermieden werden.

Künftige Seuchenzüge der Blauzungenkrankheit sind damit jedoch nicht ausgeschlossen. Auch in der Schweiz können durchaus noch einzelne Fälle auftreten. Zudem kann es in den kommenden Jahren erneut nötig werden, der Blauzungenkrankheit vorzubeugen oder sie zu bekämpfen.

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