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1.100 Rinder Opfer von Botulismus: „Kontrolliertes Verenden“ eines Milchviehbestandes

[Botulismus, festliegende Kuh; Foto: Frau Dr. Birgit Schwagerick, RGD MV]
Horstmar-Leer (aho) – Die Katastrophe, die zum Verenden von rund 1.100 Rindern im Zeitraum von 2007 – 2009 auf einem Milchviehbetrieb mit 1.500 Tieren im Norden Deutschland führte, begann zunächst mit eher unspektakulär mit einem Anstieg der Milchzellzahl, Rückgang der Milchleistung und vermehrten Gesundheitsproblemen bei den 450 Milchkühen des Betriebs. Eines der zunächst nicht zu erklärenden Erscheinungen waren eine Gangunsicherheit und Stolpern der Tiere, so dass immer wieder Tiere mit Beinbrüchen aus dem Bestand ausscheiden mussten. Hinzu kam ein starkes Speicheln der betroffenen Tiere bei heraushängender Zunge und festliegende Kühe, deren Therapie erfolglos war. Immer wieder verendeten Tiere plötzliche ohne erkennbaren Grund, so das durchschnittlich 50 – 70 Tiere im Monate als Totalverluste abgeschrieben werden mussten.

Schon frühzeitig hatte der Betriebsleiter die zuständigen Behörden informiert, die den Betrieb erfolglos auf auf Tierseuchen, Haltungsmängel und Fütterungsfehler untersuchten. Schließlich und endlich wurde dem Landwirt „Inkompetenz“ vorgeworfen und die Aufgabe des Betriebes empfohlen.

Um die dramatischen Tierverluste auszugleichen, kaufte der Betriebsleiter im Sommer 2008 rund 100 Milchkühe zu, die in den ersten zwei Monaten zunächst symptomlos waren. Dann aber verendeten hiervon rund die Hälfte der Tiere innerhalb von sechs Monaten.

Erst eine Untersuchung von Organmaterial Ende 2008 in einem Speziallabor in Leipzig erbrachte Hinweise auf Botulismus durch den Erreger „Clostridium botulinum“. Ein Tierarzt mit Erfahrung im Umgang mit dem Vergiftungsbild brachte dann die „Wende zum Besseren“.

Anlässlich der Tagung „Botulinumtoxikosen bei Mensch und Tier – chronischer Botulismus in Milchviehherden? Was ist dran?“ am 30. September und 01. Oktober 2010 berichtet der betroffene Landwirt detailliert über dieses Drama und die Katastrophe, die seinen Betrieb fast vernichtet hätte. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

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