Kadaver verbrannt, Schafe verhungert, abgemagert: Schafhalterin wegen Tierquälerei verurteilt
Leutkirch/Sigmaringen (aho) – Eine Schafzüchterin aus dem Kreis Sigmaringen wurde heute vom Amtsgericht Sigmaringen wegen Tierquälerei zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe mit einer Bewährungszeit von drei Jahren verurteilt. Hierüber berichtet die Schwäbische Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Tiere darf die Angeklagte nicht mehr halten. Ihren Betrieb musste sie einstellen. Die Frau hatte trotz erheblicher Erkrankungen bei ihren Schafen keine tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Finanziell habe sie sich keinen Tierarzt leisten können, sagte die 28-jährige Frau in der Verhandlung. Zudem versorgte die Angeklagte ihre Tiere völlig unzureichend mit Heu und Wasser, so dass ihre Tiere qualvoll verhungerten. Bei einer Kontrolle durch das Veterinäramt wurden auf dem Betrieb Schafkadaver und völlig abgemagerte Tiere gefunden. Als 20 Schafe durch ein Überfressen mit Hafer an einer Pansenazidose verendeten, verbrannte sie die Kadaver, weil sie keinen Ärger mit dem Veterinäramt haben wollte, so die Zeitung.
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