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Wissenschaftler bemängeln Geflügelmastbetriebe

Hannover (aho) – Eine Untersuchung, die im Jahre 2008 vom niedersächsischen Agrarministerium in Hannover bei der Tierärztlichen Hochschule in Auftrag gegeben wurde, zeigt Missstände in der Geflügelmast auf. Prof. Jörg Hartung nennt erhebliche Mängel. Es komme häufig zu Druckstellen und Fußballen-Entzündungen, weil die Tiere auf feuchtem und mit Kot versetzten Einstreu laufen müssten, sagte er. „Im Winter stehen die Tiere in der Matsche.“ Hartung plädiert auch dafür, die Besatzdichte in den Ställen zu verringern.

Das Ministerium machte die Studie erst auf Anfrage von Journalisten der Öffentlichkeit zugänglich. Derzeit erfolge eine Auswertung der Ergebnisse durch verschiedene Gremien, so das Ministerium. Sie finden die Studie hier. Das Papier liegt dem Ministerium offenbar bereits seit September vor.

Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) hat angesichts der Kritik an ihrer Person und am Tierschutz in der Geflügelbranche die Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Tierwohl“ angekündigt. Tierschützer und die Opposition werfen der Ministerin seit Monaten vor, sie verharmlose Missstände bei der industriellen Geflügelmast. Noch in der vergangenen Woche hatte Grotelüschen den Tierschutz in Niedersachsen im Parlament wiederum als vorbildlich für andere Länder gepriesen. Zugleich sprach sie sich aber erstmals gegen das Schnabelkürzen aus.


8 Comments, Comment or Ping

  1. Pater Brown

    Putenqueen Grotelüschen lügt. Der Ausdruck „Tierwohl“ aus ihrem Schnabel ist der reine Hohn. Sie soll endlich gehen!

  2. Das die Tiere schrecklich leiden ist offensichtlich.
    Frau Grotelüschen versucht mit allen Mitteln dieses zu vertuschen. Sie lügt, betrügt, spielt Tatsachen herunter, verschleiert, streitet ab, beschönigt und fördert die Massentierproduktion, weil sie selbst dran verdient.
    Es stinkt so gewaltig zum Himmel, das es selbst die CDU merken müsste!

  3. Fridolina

    Das ist ja toll, daß Frau Grotelüschen, die gute Fee, sich inzwischen (durch Druck von außen) gegen das Schnabelkürzen ausspricht. Allein die Tatsache, daß in der industriellen Geflügelmast Schnäbel gekürzt werden, ist doch Beweis für eine absolut nicht artgerechte Haltung. Hinzu kommen Enge, Kot und damit die verpestete Luft sowie die Pharmacocktails, damit die Tiere die kurze Zeit bis zu ihrer Fließbandschlachtung überleben. Haben Sie, liebe Leser, das Kürzen von Schnäbeln schon einmal gesehen, vielleicht in einem Filmbeitrag? Es ist entsetzlich und entspricht an Schmerzen etwa dem Abschneiden unserer Nase. Der Schnabel eines Huhnes ist vor allem an der Spitze äußerst empfindlich, weil es damit die Nahrung aufspürt und prüft.
    Jeder, der das Fleisch dieser armen Tiere ist, trägt Mitschuld am Leiden der Tiere. Jeder, der das Fleisch dieser mit Medikamenten und Wuchsbeschleunigern im Zeitraffer gemästeten Tiere ißt, muß sich im Klaren darüber sein, daß diese Art von Nahrung ihn nicht gesünder macht.
    Guten Appetit.

  4. Die AGfaN e.V. hatte bereits im Mai in einem Schreiben an Frau Grotelüschen einen „Runden Tisch Tierschutz“ angeregt. Zu einem Treffen wurde von ihr bisher nicht eingeladen. Stattdessen war zu hören, daß sie Tierschutzprobleme gemeinsam mit der Wirtschaft erörtern wolle. Deshalb wandten wir uns im November an Staatssekretär Ripke, nachdem möglicherweise infolge unserer Mahnwache vom 10.11. vor dem Ministerium erneut Bewegung in die Angelegenheit gekommen war. Leider antwortete Herr Ripke trotz eines Erinnerungsschreibens am 01.12. immer noch nicht.
    Wir Tierschützer hätten Frau Grotelüschen vieles von dem, was jetzt durch das Gutachten der TiHo bekannt wurde berichten können, denn über vieles wurde seit Jahren auf Kongressen berichtet. Eine offene Diskussion wurde jedoch bisher von der Geflügelbranche ebenso erfolgreich verhindert wie auch von der Lobby der Schweinehalter entsprechende Mißstände unter dem Deckel gehalten werden!
    Stattdessen wurden die offenkundigen Tierschutzdefizite von den Nutztierhaltern, allen voran auch vom Bauernverband, bestritten und die Verbraucher im Interesse des Profits mittels Schönfärberei und falscher bildlicher Darstellungen nach Strich und Faden belogen. Leider beteiligten sich an der Desinformationskampagne auch Wissenschaftler, die von Forschungsaufträgen der Tier- und Fleischindustrie abhängig sind.
    Hinweisen möchte ich auch darauf, daß Herr Grotelüschen im Sommer mir gegenüber das extrem grausame Schnabelkürzen als „Schnabelbehandlung“ bagatellisierte, das in der familieneigenen Brüterei jährlich bei über 5 Millionen Tieren durchgeführt wird.

  5. Gast

    @ Fridolina und E. Wendt

    „Haben Sie, liebe Leser, das Kürzen von Schnäbeln schon einmal gesehen, vielleicht in einem Filmbeitrag? Es ist entsetzlich und entspricht an Schmerzen etwa dem Abschneiden unserer Nase. Der Schnabel eines Huhnes ist vor allem an der Spitze äußerst empfindlich, weil es damit die Nahrung aufspürt und prüft.“

    „extrem grausame Schnabelkürzen“

    Ich frage mich, ob SIE schon einmal das Schnabelkürzen bei Putenküken gesehen habe, um die es hier ja wohl geht. Es wird bei Puteneintagsküken in der Brüterei mit dem sogenannten Bio-Beaker durchgeführt, dazu wird der Oberschnabel zwischen 2 Elektroden gebracht und ein Lichtbogen durchdringt waagerecht den Oberschnabel. Die Oberschnabelspitze wird dann nach ca. einer Woche abgestoßen.
    Diese Prozedur ist sicherlich nicht schmerzfrei und man sollte sich insgesamt damit auseinandersetzen, wie in das Schnabelkürzen in Zukunft eingeschränkt werden kann.
    Dies hier aber als „extrem grausam“ darzustellen, und mit dem Abschneiden der Nase zu vergleichen, ist stark übertrieben, insbesondere deswegen, weil sich das Schnabelspitzenorgan, das eine besonders hohe Sensibilität aufweist, im Unterschnabel befindet.

    Ich habe das Gefühl, dass sie hier auch eine kleine „Desinformationskampagne“ betreiben wollen, und hoffen, dass keiner mitliest, der mehr Ahnung hat als sie.

  6. Seh-Gurke

    Leider ist das zum Artikel abgebildete Foto ganz und gar nicht realitätsnah! Wie wäre es, wenn aho-online einmal die Wirklichkeit der „erzeugten Rohware“ abbilden würde? Denn nichts anderes sind die leidensfähigen Mitgeschöpfe für Agrarindustrielle. Das Leiden der Tiere ist egal. Es geht um Profit. Tierschutz? Ein Fremdwort.

    Glücklicherweise gibt es das Internet. Bilder wie diese hier dürfen sogar durch sogenannten Hausfriedensbruch erstellt werden, siehe „Die Tierfreunde“. http://www.die-tierfreunde.de/

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