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Grenzwerte in Eiern überschritten: NRW weitet Untersuchungen wegen Dioxin-Belastungen in Futtermittel aus

Düsseldorf (aho/lme) – Die Belastung von Hühnerfutter mit Dioxin in mehreren Bundesländern hat möglicherweise ein noch größeres Ausmaß als bisher bekannt. Das NRW-Verbraucherministerium weitet die Untersuchungen von Legehennen-Betrieben wegen des Verdachts von Dioxin-Belastungen in Futtermittel aus. Labor-Untersuchungen von Eier- und Geflügelproben aus einem Betrieb im Kreis Soest haben nach Angaben des „Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland-Emscher-Lippe“ teilweise deutlich erhöhte Dioxin-Belastungen aufgewiesen. In einem Fall lagen die ermittelten Werte um das Vierfache über dem zulässigen Grenzwert von 3,0 Pikogramm pro Gramm Eifett.

Weitere Analysen in anderen Ställen des Großbetriebes wurden daher vom Ministerium angeordnet. Die betroffenen drei Ställe bleiben daher weiterhin gesperrt. Ergebnisse aus dem Kreis Steinfurt werden für die nächsten Tage erwartet. Auch hier können weitere Dioxin-Belastungen nicht ausgeschlossen werden.

Am 23. Dezember hatte das Land Niedersachen das NRW-Verbraucherschutzministerium über Dioxin-Belastungen in einem Mischfutterunternehmen informiert. Daraufhin hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erste Untersuchungen bei Legehennen-Betrieben in NRW (Kreis Steinfurt und Soest) veranlasst, die von diesem Mischfutterunternehmen beliefert wurden. Drei Ställe des Betriebs wurden vorsorglich gesperrt. Nun werden weitere Ställe des Großbetriebs untersucht.

Mindestens neun Mischfutterunternehmen in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen haben nach vorläufigen Erkenntnissen über mehrere Wochen mit Dioxin verunreinigte Fette (Futterzusatzstoffe) erhalten. Ursache der Verunreinigung im Mischfutter sind pflanzliche Futterfette eines Betriebes im niedersächsischen Ort Bösel. Der Betrieb wiederum gehört zu einer Unternehmensgruppe in Uetersen, Schleswig-Holstein. Das Unternehmen stellt sowohl Futterfette als auch Fette für technische Zwecke her. Nach bisherigem Stand wurden mit Dioxin belastete Fette von mindestens neun Mischfutterunternehmen in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verarbeitet, die Landwirtschaftsunternehmen in der ganzen Bundesrepublik beliefern, so auch in den Kreisen Soest und Steinfurt.

Bei Eigenkontrollen des Futtermittelherstellers waren Werte von 1,56 ng/kg (Nanogramm/Kilogramm) im Futtermittel festgestellt worden.

Der Grenzwert für Futtermittel liegt bei 0,75 ng/kg. Die Auslieferung erfolgte nach bisherigen Angaben der zuständigen Stellen in Niedersachsen im November. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass schon in den Monaten davor Futtermittel mit Dioxin-Belastung in den Verkehr gekommen ist.

Erst kürzlich waren Dioxine bei Freilandrindern und Bio-Eiern aufgetaucht. Bei Freilandeiern sind Dioxine ein ständiges Problem, da die Hühner den Stofff im Auslauf beim Scharren und Picken aufnehmen. Dioxine entstehen ungewollt bei Verbrennungsprozessen in der Industrie, während Kriegshandlungen und in Haushalten. „Natürliche“ Dioxinquellen sind Waldbrände und Vulkanismus.

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