Schafe vernachlässigt, krank, unterernährt, kein Wasser: Gericht erkennt auf fünfmonatige Freiheitsstrafe
Haßfurt (aho) – Ein einschlägig vorbestrafter Schäfer (51) wurde jetzt vom Amtsgericht Haßfurt wegen Vernachlässigung seiner Tiere zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht sah letztmalig von einem Tierhalteverbot ab.
Ein anonymer Anruf beim Veterinäramt Haßfurt hatte im Februar 2010 auf zwei tote Lämmer und zwei bereits verwesende Mutterschaft auf einer Weide aufmerksam gemacht. Eine Kontrolle des Kreisveterinäramtes deckten erhebliche Mängel auf. Die Schafe waren unterernährt und wegen Wassermangel ausgetrocknet. Die während des kalten Winters geborenen Lämmer wiesen Knochenbrüche und Blutergüsse auf, da sie nicht mit den Mutterschafen von der restlichen Herde getrennt waren. Zudem litt die Herde an Listeriose. Nach Ansicht des Kreisveterinäramtsleiters hätte dies einem Schäfer auffallen müssen, wenn er sich ganztägig um seine Herde mit damals bis zu 600 Tieren gekümmert hätte.
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