Schweiz: 18 tote Schafe; weitere verwahrlost; Landwirt stand unter behördlicher Beobachtung
Bern (aho) – Eine Spaziergängerin hat in einem Stall in Zweisimmen im Weidli/Oberried im Schweizer Kanton Bern 18 Schafkadaver entdeckt. Andere Tiere waren laut einem Bericht der Berner Zeitung verwahrlost und standen bis zum Bauch im Mist. Offensichtlich war es dem Landwirt gelungen, den Stall und die Tiere vor den Behörden zu verheimlichen, obwohl er wegen früherer Tierschutzverstöße unter behördlicher Beobachtung stand.
Kantonstierarzt Reto Wyss bestätigte auf Anfrage der Berner Zeitung den Sachverhalt. „Das ist eine längere Geschichte. Der Landwirt ist uns nicht unbekannt. Er war unter Beobachtung wegen früheren Verstößen gegen die Tierschutzgesetzgebung. Eine Gruppe, in der Kantons-, LOBAG- und Gemeindevertreter sind, haben ihn seither begleitet. Er hat eine zweite Chance bekommen.“ Wie es trotz dieser Begleitung zum Vorkommnis mit den toten Schafen kommen konnte, begründet Wyss gegenüber der Zeitung mit der Tatsache, dass „er die Tiere in einem Stall hatte, von dem weder die lokalen Behörden noch die Begleitgruppe etwas wusste.“
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