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Weniger Landwirte; größere Höfe

Berlin (aho) – Im Jahr 2010 gab es in Deutschland nach den vorläufigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung rund 300.700 landwirtschaftliche Betriebe. Im Vergleich zur vorangegangenen Agrarstrukturerhebung 2007 ging die Zahl der Betriebe um rund 20.900 zurück. Das entspricht einer jährlichen Abnahmerate von 2,2 Prozent, heißt es im neuen Agrarbericht 2011.

In Deutschland waren damit im Jahr 2010 rund 1,1 Millionen Menschen haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig. Gegenüber 2007 ist ihre Zahl weiter zurückgegangen, die jährliche Abnahmerate lag jedoch bei weniger als zwei Prozent und damit etwas niedriger als im Durchschnitt früherer Jahre. Weiter gestiegen ist die durchschnittliche Größe der Höfe: Im Schnitt bewirtschafteten die Betriebe 2010 demnach 56 Hektar – nach 52 Hektar vor drei Jahren. Der Anteil der Großbetriebe mit über 100 Hektar wuchs demnach auf 55 Prozent.

Zusammen mit den vor- und nachgelagerten Bereichen hat die Landwirtschaft in Deutschland 2009 eine Bruttowertschöpfung von rund 140 Milliarden Euro erzielt, das sind rund 6,5 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche. Der deutsche Agrarexport hat 2010 nach dem Einschnitt durch die Finanzkrise sein langfristiges Wachstum fortgesetzt. Jeden vierten Euro erlöst die Ernährungswirtschaft auf Auslandsmärkten.

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