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Niederlande: H7-Vogelgrippe in Legehennenfreilandhaltung

Den Haag (aho) – In einer niederländischen Legehennenfreilandhaltung in Ort Creil (Provinz Flevoland) wurde ein H7N7-Influenzavirus festgestellt. Hierüber informiert das Niederländische Agrarministerium. Die 47.000 Hennen werden getötet. In einem Umkreis von drei Kilometern wurde um den Betrieb eine Sperrzone eingerichtet. Für alle Federtiere gilt ein Freilandverbot. Geflügel, Eier, Mist und Einstreu dürfen nicht aus der Sperrzone verbracht werden.

Eine interaktive Tierseuchenkarte finden Sie hier.

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  1. “Geflügel, Eier, Mist und Einstreu dürfen aus der Sperrzone verbracht
    werden.” ?? Dürfen NICHT, würde ich mal vermuten! Dem angestrebten Ziel, jedes Virus zu vernichten, würde ein Ausbringen von Kot und Geflügel widersprechen. Es wäre allerdings ausreichend und vom Aspekt der Seuchenbekämpfung her wesentlich sinnvoller, das grausame Massentöten durch eine Quarantäne zu
    ersetzen. Keulen ist ethisch nicht vertretbar. Ist die Quarantäne aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht vorgesehen, wodurch letztlich das Tierschutzgesetz ausgehebelt wird? Was sagen die Tierseuchenkassen dazu?

    H7N7 ist wenig pathogen und überfordert das Immunsystem gesunder
    Freilandtiere nicht – sie bilden bei Virenkontakt Abwehrkräfte und
    bleiben gesund oder werden nach vorübergehenden leichten Symptomen schnell wieder gesund und leistungsfähig.
    Wie sieht es denn mit Infektionserregern in geschlossenen Groß-Ställen aus? Da wimmelt es gerade zu von Krankheitserregern wie Campylobakter, Staphylo- und Streptokokken, Salmonellen, pathogenen Colis und vielen anderen Übeltätern mehr, die über entsprechende Produkte auch uns Verbraucher massiv gefährden. Nicht umsonst werden in großen Mengen Antibiotika eingesetzt mit der Folge unlösbarer Resistenzprobleme.
    Darüber spricht man nicht, da guckt auch keiner so genau hin. der Kampf wird auf Nebenschauplätze verlegt: Gerade Freilandhaltungen werden durch regelmäßige Testung auf Aviäre Influenza intensiv überwacht, bei Massentierhaltungen in geschlossenen Ställen dagegen überlässt man es dem Produzenten selbst, bei stark
    erhöhter Mortalität zu testen. da kann auch ein hoch pathogener Typ wie H5N1 wochenlang unentdeckt zirkulieren – Praxisbeispiele kennen wir ja einige. Ich halte das für eine fahrlässige Leugnung wirklicher Risiken!

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