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Bio-Boomland NRW: Jetzt schon 0,2% der Schweine in Biohaltung

Düsseldorf (aho) – Entgegen aller anders lautenden Meldungen in der Laienpresse hat die Bioschweinehaltung auch in Nordrhein-Westfalen nur eine marginale Bedeutung. Im Jahr 2010 wurden von 6.669884 Schweinen 15.617 Tiere auf Bio-Betrieben gehalten, wie das Statistische Landesamt anhand von Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 mitteilt. Damit liegt der Produktionsanteil bei 0,2 Prozent (2 Promille [‰]). Da Bioware deutlich teurer verkauft wird, bläht sich der Erlösanteil auf weit über 1 Prozent auf.

Auch bei anderen Tierarten sind die Bio-Anteile eher bescheiden. Allein bei Schafen ist der Anteil mit 14,5 Prozent zweistellig.

Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen nach Art der Bewirtschaftung
Merkmal insgesamt darunter ökologischer
Landbau
Anzahl Anteil an
insgesamt
Landwirtschaftliche Betriebe 35 750 1 304 3,60%
Landwirtschaftlich genutzte Fläche 1 463 087 ha 53 210 ha 3,60%
  darunter      
  Ackerland 1 052 326 ha 17 509 ha 1,70%
  Dauergrünland 365 033 ha 32 027 ha 8,80%
Rinder 1 380 823 42 687 3,10%
Schweine 6 669 884 15 617 0,20%
Hühner 10 005 364 444 581 4,40%
Schafe 136 833 19 804 14,50%

Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)

 

3 Comments, Comment or Ping

  1. Gerhart

    Immerhin werden „Bio“-Tiere artgerecht gehalten und das macht den Preis aus. Da Deutsche gerne gequälte billig-Schweine aus dem Billig- Supermarkt essen ist der Marktanteil gering.Sie suggerieren mit der Art Ihres Bericht in hämischer Weise, daß artgerechte Tierhaltung keinen Markt hat. Darüber können wir uns mal wieder nach den nächsten paar Ekelfleisch-Skandalen unterhalten.

  2. Ina

    Die Auflistung von Zahlen hat mit Häme rein gar nichts zu tun!
    Die Branche, die derzeit die meisten Skandale verzeichnet, hat den größten Umsatz: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2011/PD11__042__p002,templateId=renderPrint.psml

    Gründe gibte ausreichen (sogar „wissenschaftlich“ abgesichert):
    http://www.ifhkoeln.de/billig-discounter_in_der_kritik_ifh-studie_belegt.php
    und
    http://ideas.repec.org/p/ags/gewi11/115359.html

    Wann kapieren unsere Bioideologen endlich, dass der Hype um „Bio“ nur unseren Mitbewerbern nützt; so angefeuerte Nachfrage lässt sich nur mit Importen decken. Da können unsere Biobauern – mit meist höheren Produktionsstandards – kaum mithalten. Und so wundert es kaum, dass sich hierzulande kaum noch Betriebe finden, die auf Bio umsteigen wollen. Biosiegel á la Künast und der Einstieg der Discounter mit dem Ziel, alle sollten „Bio“ konsumieren dürfen, ist der Anfang vom Ende!? …

  3. Hubert

    @gerhard
    Was artgerecht und was nicht artgerecht ist – darüber sollte vorurteilsfrei geurteilt werden! Nicht jedes „Bio-Schwein“ wird auch artgerecht gehalten und Spaltenboden hat gegenüber Stroh nicht nur wirtschaftliche Vorteile.

    Wenn sich nur genug unaufgeklärte Verbraucher finden die bereit sind einen höheren Preis für Bioprodukte zu bezahlen, deren ineffiziente Ressourcen und arbeitsintensive Produktion eine solchen Preisaufschlag erst nötig macht um einzelnen Betrieben ein ordentliches Einkommen zu ermöglichen …
    Ich kenn mich aus … meine Schwägerin gibt einen großen Teil ihres Gehaltes für Bioware auf dem Biohof eines guten Bekannten aus!
    Ich gönne es beiden!

    Das Marketing für BIO ist halt sehr gut … aber genügend Untersuchungen der letzten Jahren haben gezeigt, dass es keine Qualitätsunterschiede zw. bio- oder konventionellem Schweinefleisch gibt. Jeder der das Gegenteil behauptet soll weiterträumen.

    Bio-Produkte haben Ihren Markt und das ist auch gut so, ermöglicht es doch Landwirten eine horizantale Diversifikation am Markt. Leider werden zunehmend Biobetriebe in ihrer Wirtschaftlichkeit schlechter gestellt da der LEH (Lebensmitteleinzelhandel) vermehrt billige ausländische Bioangebote einkauft.
    Der Biolandwirtschaft wird es daher über kurz oder lang genauso ergehen wie der modernen konventionellen Landwirtschaft.
    Biolandwirtschaft ist etwas für einige wenige spezialisierte Betriebe und ohne Subventionen stehen die langfristig vor dem AUS!
    Aber genau diese Subventionen wollen wir Landwirte doch gar nicht!
    Faire Preise für gute Produkte!

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