animal-health-online®
Redaktion Grosstiere
  

Ropapharm powered by ...

Krankheitsüberträger im Stall: Hygiene und Schädlingsbekämpfung oberstes Gebot

(aid) – Tierhalter legen Wert auf die Gesundheit ihrer Tiere. Denn Krankheiten und Seuchen führen zu wirtschaftlichen Verlusten. Etliche Krankheitserreger werden dabei von Schädlingen wie Schadnagern, Insekten usw. übertragen. Dieser Übertragungsweg wird in der Praxis aber häufig unterschätzt. Eine vorbeugende und systematische Schädlingsprophylaxe sollte jedoch für jeden Tierhalter selbstverständlich sein. Darauf weist ein Beitrag in der Fachzeitschrift “Tierärztliche Umschau” (TU) hin. Darin werden die wichtigsten Schädlinge, die durch sie übertragenen Krankheiten und Bekämpfungsmöglichkeiten dargestellt.
Ratten und Mäuse beispielsweise tragen nicht nur zu unerheblichen Futterverlusten bei. Mit ihrem Kot und Urin können auch die Erreger von Kuhpocken, Maul- und Klauenseuche, Leptospirose und Salmonellose verbreitet werden. Ratten können mehr als 200 verschiedene Krankheiten übertragen.

Fliegen können die Erreger von u. a. Aujeszkysche Krankheit, Schweinepest, Brucellose, Dysenterie, Rotlauf übertragen. Bei massenhaftem Auftreten reagieren die Nutztiere zudem nervös und werden aggressiv.
Milben spielen in der Geflügelhaltung eine große Rolle. Milbenbefall führt zu Unruhe, Schreckhaftigkeit im Bestand und Leistungsminderung. Zecken sind Überträger von Rickettsien oder auch des Erregers von Q-Fieber. Wildvögel übertragen mit ihrem Kot ebenfalls zahlreiche Krankheitserreger, beispielsweise auch bestimmte Salmonellenvarianten.

Um vorbeugend Nutztiere vor Krankheiten zu schützen, sollte die Schädlingsbekämpfung regelmäßig und systematisch durchgeführt werden. In dem Beitrag der TU wird empfohlen, die Tierbestände zunächst genau zu beobachten, denn auch bevor sich klinische Symptome entwickeln, sind in der Regel bereits Verhaltensänderungen zu bemerken. Dazu gehören Unruhe, Schreckhaftigkeit und Aggressivität. Ratten- und Mäusebefall kann durch Auslegen von entsprechenden Ködern vorgebeugt werden. Insektenschutzgitter an Türen und Fenstern verringern Fliegenbefall. Mist und Gülle ist möglichst weit entfernt vom Stall zu lagern und peinliche Sauberkeit im Stall sollte oberstes Gebot sein. Ohne vorbeugenden Einsatz von Insektiziden lässt sich ein Fliegenbefall kaum verhindern.

Milben- und Zeckenbefall kann durch Anbringen spezieller Klebefolien kontrolliert werden. Um Milben mit Akariziden bekämpfen zu können, sollte der Stall leer sein.
Neben einer systematischen und regelmäßigen Schädlingsbekämpfung sind vor allem Reinigung und Desinfektion wichtige Instrumente zur Verhinderung von Krankheiten im Nutztierbestand. In der Praxis werden Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen bisher häufig nur anlassbezogen durchgeführt. Vor allem in größeren Betrieben empfiehlt sich jedoch eine konzeptionelle und systematische Vorgehensweise, so das Fazit des Autors.

Renate Kessen, aid

One Comment, Comment or Ping

  1. Vorbeugend sollte eher das Monitoring sein als die Schädlingsbekämpfung. Auch sonst gibt es viele Möglichkeiten, den Insektizideinsatz im Vorfeld zu vermeiden.

Reply to “Krankheitsüberträger im Stall: Hygiene und Schädlingsbekämpfung oberstes Gebot”

Suche




Interaktive Tierseuchenkarte




Isofluran-Gasnarkose
Ferkelkastration, Ebermast, Eberimpfung
Verbraucherschutz: Paratuberkulose & Morbus crohn
Toxoplasmose bei Schweinen, Geflügel und Menschen
Botulismus
Morbus Crohn durch Mykobakterien: Ein Verdacht wird zur Gewissheit
Topic®-Emulsionspray und Gel decken ab, lösen Verkrustungen, trocknen aus und sind gegen Bakterien und Pilze konserviert. Die Topic®-Produkte neutralisieren den tierspezifischen Eigengeruch und Gerüche von Entzündungssekreten z.B. beim Zwischenschenkelekzem, Sommerekzem, Kannibalismus, Mauke, Huf- oder Klauenveränderungen. Der versorgte Bereich wird so für Insekten (Fliegen) wenig attraktiv. Die Emulsion und das Gel können auch unter Verbänden und im Zwischenschenkelbereich von Kühen eingesetzt werden.

Zoonosen



Beliebte Beiträge



Morbus Crohn & ParaTb



Prof. Borody im Interview bei YouTube.


Dänemark: Ausstieg aus der Ferkelkastration bereits 2014?

Antibiotika: Wo ist der Skandal?

Ergänzungsfuttermittel, flüssig, für Geflügel, Schweine, Kälber und Kaninchen zur Appetitanregung bei fütterungsbedingten Verdauungsstörungen.
Für rasch wachsende Tiere sind die zwangsläufig häufigen Futterwechsel belastend. Diese Belastungen führen zu Verdauungsstörungen, die mit Fressunlust und mehr oder weniger heftigen fütterungsbedingten Durchfällen einhergehen. Sowohl die mangelhafte Futteraufnahme als auch die fütterungsbedingten Durchfälle führen zu einer mangelhaften Versorgung mit Energie und wichtigen Nährstoffen. Die Körpertemperatur der Tiere fällt ab. Sie "erkälten" sich. Natürliche phytogene (pflanzliche) Verdauungsförderer unterstützen die Darmtätigkeit insbesondere bei Tieren unter Belastung. Eine gestörte Darmgesundheit fördert Coli-Bakterien, Samonellen, Campylobacter ......


Ferkelkastration



Weniger Schmerzen sind machbar!




aho_Grosstiere

aho_Kleintiere & Pferde

Lebensmittel Markt Ernährung