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Studie: Bio-Geflügelhaltung wenig umweltfreundlich; mehr CO2, höherer Flächenverbrauch; mehr Emissionen

Amsterdam/Gouda (aho) – Die ökologische Erzeugung von Eiern und Geflügelfleisch ist für die Umwelt weniger günstig als konventionelle Produktionsverfahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie die die ABN-Amro Bank und die Blonk Umweltberatung erstellt haben. Die Untersuchungen betrachteten hierbei die CO2-Bilanz, den Energieverbrauch und die Ackerlandnutzung pro Kilogramm Produkt.

Die CO2-Emissionen pro Kilogramm Bio-Eier betragen demnach 2,39 Kilogramm. Bei Freilandhaltungen sind es 1,97 Kilogramm, in Bodenhaltung 1,95 Kilogramm und in der Kleinvoliere 1,74 Kilogramm CO2.
Ähnlich ungünstig sind die Werte laut Studie für die Landnutzung in der Bio-Eierproduktion. Für die Produktion von einem Kilogramm Bio-Eiern wird eine Fläche von 3,81 m² Ackerland benötigt, Bei Freilandhaltung sind es 3,28 m², bei Bodenhaltung 3,23 m² und in der Kleinvolierenhaltung 2,88 m²
Ackerfläche.

Auch in der Geflügelproduktion hat die Bio-Branche mit hat mit 5,22 Kilogramm CO2 die höchsten Emissionen pro Kilogramm Geflügelfleisch. Weitaus günstiger ist die konventionelle Freilandhaltung mit 3,96 Kilogramm und die übliche Produktion im Stall mit 3,31 Kilogramm.

Die Bio-Geflügelfleischproduktion benötigt laut Studie 7,85 m² Ackerland pro Kilogramm Fleisch. In der Freiland sind es 5,52 m² und in der üblichen konventionellen Haltung 4,67 m² .

Durch eine ungünstige Zusammensetzung der Bio-Futtermittel ermittelten die Untersucher zudem höhere Emissionen der Treibhausgase Methan und Lachgas. Auch bei der Futterverwertung schnitten die Bio-Produzenten deutlich schlechter ab. Die Futterverwertung gibt an, wie viel Futter für ein Kilogramm Fleischzuwachs oder Eimasse nötig ist. Bei einer besseren Futterverwertung wird je Kilogramm Produkt weniger Futter benötigt, der Futterverbrauch sinkt also und die Effizienz der Fütterung steigt. Zur Steigerung der Futterverwertung werden in der konventionellen Produktion die Futtermittel so gut wie möglich an den Bedarf der Tiere angepasst.


4 Comments, Comment or Ping

  1. Reuben C.

    Gibt es vielleicht einen Link zu der Studie?

  2. manfred.stein

    Liegt leider nur gedruckt vor.

    mfg

    ms

  3. Die Differenz zwischen Freilandeiern (1,97 kg CO2 / kg Eimasse) und Bio(freiland)eiern (2,39) ist mir nicht erklärlich, weil z. B. für die Produktion der Futtermittel für die konventionelle Eierproduktion u. U. auch energieaufwendig hergestellter Kunstdünger eingesetzt wird. Die CO2-Bilanz dürfte aber schon deshalb aus der Sicht der Verbraucher geringer ausfallen, weil Bio-Konsumenten normalerweise nicht zum exzessivem Konsum von tierischen Produkten neigen, also auch weniger Eier und Eiprodukte essen.
    Auch spricht für die Bio-Eier, daß sie unter Bedingungen erzeugt werden, die die Würde der Tiere deutlich stärker beachten, da nur 6 statt 9 Hennen / m² beieinander leben, sie also wesentlich weniger Streß ausgesetzt sind, weil es ihnen im Stallabteil viel leichter möglich ist, einander bei aufkommenden Aggressionen auszuweichen.

Reply to “Studie: Bio-Geflügelhaltung wenig umweltfreundlich; mehr CO2, höherer Flächenverbrauch; mehr Emissionen”

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