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EU greift bei Haltung von Legehennen durch

Brüssel (aho) – Die EU-Kommission erhöht den Druck auf 13 EU-Staaten, die das seit Anfang des Jahres geltende Käfighalteverbot für Legehennen noch nicht umgesetzt haben. Die Behörde hat heute (Donnerstag) Vertragsverletzungsverfahren gegen diese EU-Staaten eröffnet.

Belgien, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Ungarn, die Niederlande, Polen, Portugal und Rumänien haben die EU-Vorschriften trotz der langen Übergangsfrist von zwölf Jahren nicht rechtzeitig umgesetzt.
Nicht ausgestaltete Käfige bieten den Tieren weder genug Nestflächen noch Platz zum Scharren oder Sitzstangen. Es hat aber nicht nur Folgen für den Tierschutz, dass Legehennen weiter in ihnen gehalten werden, sondern kann auch zu Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Markt führen. Nachteile haben die Unternehmen, die darin investiert haben, den Vorschriften nachzukommen. Deshalb dürfen Eier aus Legebatterien auch seit 1. Januar nicht mehr in die restliche EU exportiert werden. Umstritten ist ist immer noch ob die in den alten Käfiganlagen produzierten Eier behandelt werden sollen. In Deutschland kommen zwar kaum frische Schaleneier aus anderen EU-Ländern auf den Markt. Eipulver aus den 13 betroffenen Mitgliedsländern wird aber etwa für die Produktion von Teig- uns Backwaren genutzt, die auf dem deutschen Markt gelangen.

Die heute eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren können letztlich bis zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof und Sanktionen gegen die Länder führen.

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