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Mehr Hygiene gefordert: Resistente Keime werden bei der Fleischbearbeitung übertragen

Weihenstephan/Oberschleißheim (aho) – Die Keimbesiedlung von Fleisch auf seinem Weg vom Schlachthof zum Einzelhandel kann sich erheblich verändern. Wie jetzt Wissenschaftler der Technischen Universität München (Weihenstephan) und Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der Fachzeitschrift „International Journal of Food Microbiology“ berichten, ist die Zahl antibiotikaresitenter Bakterien auf Fleisch im Lebensmittelhandel deutlich höher als am Schlachthof. Die Untersucher sehen eine mögliche Erklärung in einer Kontamination des Fleisches im Verlauf der Zerlegung und Konfektionierung mit Keimen, die nicht aus der Tierhaltung stammen. Sie mahnen deshalb zu mehr Hygiene, um die Übertragung von resistenten Keinem auf den Verbraucher zu reduzieren (1).

Für ihre Untersuchungen hatten die Untersucher je 500 Proben Schweine- und Geflügelfleisch an Schlachtbetrieben und im Lebensmitteleinzelhandel gekauft und mikrobiologisch untersucht.

Die Ergebnisse stützen die Befunde US-amerikanischer Wissenschaftler, die auf eine Kontamination von Schweinefleisch mit MRSA-Keinem während der Zerlegung hinweisen. Hingegen hatte der Einsatz von Antibiotika auf den zuliefernden Schweinemastbetrieben keinen Einfluss auf die MRSA-Häufigkeit.

(1) Schwaiger, K., et al.,
Prevalence of antibiotic-resistant enterobacteriaceae isolated from chicken and pork meat purchased at the slaughterhouse and at retail in Bavaria, Germany,
Int. J. Food Microbiol. (2012), doi:10.1016/j.ijfoodmicro.2011.12.014

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