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Antibiotika-Resistenzen bei Milchvieh: Geht die größere Gefahr vom Menschen aus?

milchkuehe.jpg(aid) – Eine „harmlose“ Infektion, ein Gang zum Arzt und eine Analyse im Labor können das Leben von Menschen in Frage stellen, wenn das Ergebnis lautet: „Leider kein Antibiotikum als wirksam getestet“. Und dann? Mit viel Glück hilft sich der Körper selbst, ansonsten sterben heutzutage wieder Menschen an Harnwegs- oder Bronchialinfekten. Und zwar nicht wenige – alleine in Deutschland etwa 15.000 pro Jahr, mehr als dreimal so viele wie im Straßenverkehr.

Der Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung steht in vorderster Front im Visier bei der Ursachenforschung. Staphylokokken beispielsweise spielen bei der Gewinnung von Milch eine bedeutende Rolle, da sie für die Euterentzündung Mastitis verantwortlich sind. Landwirte müssen besondere Sorgfalt walten lassen, um diese nicht über die Melkzeuge von Euter zu Euter zu übertragen.

Eine Studie der süd-afrikanischen Universität von Pretoria, die nun im Journal of Dairy Science veröffentlicht wurde, setzt sich mit der Gefahr der Übertragung solcher Keime auf die Arbeiter in Milchviehbetrieben sowie auf die Konsumenten von Milch auseinander. Die Untersuchungen in Süd-Afrika belegen, dass die betreffenden Kühe weniger resistente Keime in sich trügen als das Personal. Die Schlussfolgerung: es geht weniger Gefahr von der Landwirtschaft als vielmehr vom Menschen selbst aus.

In Süd-Afrika herrscht nach wie vor eine hohe Rate von HIV/AIDS-Infektionen, oftmals begleitet von Nebeninfektionen, wie Tuberkulose. Diese Lungenkrankheit wird mit der Gabe hoher Dosen Antibiotika behandelt – häufig einhergehend mit Einnahmefehlern aus Unwissenheit oder Geldmangel. Somit besteht hier ein hohes Risiko des Kontakts mit Resistenzträgern. Die Forscher interpretieren ihre Ergebnisse als ermutigendes Zeichen dafür, dass die zunehmenden Anstrengungen der Landwirtschaft zur Vermeidung der Antibiotikagabe nach dem Gießkannen-Prinzip fruchtet. Inwieweit aber die Ergebnisse Schlüsse darauf zulassen, ob in anderen Erdteilen eine vergleichbare Verteilung und somit Risikolast anzutreffen ist, war indes nicht Bestandteil der Untersuchungen.

Friederike Heidenhof, aid

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