animal-health-online®
Redaktion Grosstiere

Zwischenablage01 powered by ...
T O P N E W S ►

Mehr Platz fürs Schwein: Clemens Tönnies will Haltungsbedingungen verbessern

Schlachtkonzern-Chef fordert „nationalen Tierwohlkonsens“ – Staatliches Tierwohllabel „goldrichtig“

Osnabrück (noz) – Clemens Tönnies will die Haltung von Schweinen deutschlandweit verbessern. Der Marktführer im Bereich Schweinefleisch sagte im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir wollen den Standard der Tierhaltung allgemein anheben.“ In einem ersten Schritt will der Unternehmer unter anderem erreichen, dass Schweine grundsätzlich zehn Prozent mehr Platz im Stall haben, als es das Gesetz mindestens fordert. Dies entspräche der Einstiegsstufe der privatwirtschaftlichen Initiative Tierwohl. Bei der finanziert der Handel Landwirten bessere Haltungsbedingungen. Er wolle das gesamte Schweinefleischsortiment in den Supermärkten auf dieses Level heben, so Tönnies.

Mehrere große Handelskonzerne habe er bereits davon überzeugen können, sich zu beteiligen. Sein Ziel sei eine gemeinsame Absichtserklärung, in der sich die Branche möglichst geschlossen zu der Verbesserung der Schweinehaltung bekenne. „Wir müssen die Akzeptanz der tierischen Produktion in der Bevölkerung erhalten“, begründete Tönnies. „Das ist mein Appell an die Branche, an die Politik und die Nichtregierungsorganisationen: Wir fordern einen nationalen Tierwohlkonsens.“ Es sei genug darüber gesprochen worden, wie Tiere besser gehalten werden könnten. Jetzt sei Zeit zu handeln. Er setze darauf, dass auch seine Konkurrenten die Notwendigkeit erkannt hätten.

Tönnies‘ Plan sieht vor, die private Initiative Tierwohl dann in einigen Jahren in das geplante staatliche Tierwohlkennzeichen der Bundesregierung zu überführen. Dies fordert mindestens 20 Prozent mehr Platz in der ersten Stufe. Der Unternehmer sprach von „sinnvoll aufeinanderfolgenden Schritten, die wir in den nächsten Jahren zusammenführen sollten. Das ist eine einmalige Chance.“ Das Label von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) käme „goldrichtig“. Die häufig kritisierte Freiwilligkeit der Kennzeichnung ist für Tönnies kein Problem: „Ich bin überzeugt: Das staatliche Tierwohlkennzeichen kann einen hohen Marktanteil gewinnen, obwohl es freiwillig sein wird.“

Allerdings gehen Tönnies‘ Pläne langfristig darüber hinaus. Der Schlachthofbetreiber engagiert sich auch selbst bei der Entwicklung neuer Ställe und Haltungsformen. Tönnies sagte: „Ich will noch weiter, dabei geht es aber nicht nur um die Platz-Frage.“ Er favorisiere sogenannte Offenfrontställe als Haltungsform. „Da können Sie dann sonntags mit dem Rad übers Land fahren und in den Schweinestall gucken, und die Schweine gucken raus.“ Bei dieser Art von Stall gibt es keine Seitenwände, den Schweinen weht Frischluft um die Schnauze. Kurzfristig wolle er 500 derartige Ställe gemeinsam mit Landwirten realisieren, so Tönnies.

Der Konzern Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück hat im vergangenen Jahr 20,8 Millionen Schweine geschlachtet. Hinzu kommen 440.000 Rinder. Der Umsatz lag laut Unternehmensangaben 2018 bei 6,65 Milliarden Euro.

Ropapharm

Reply to “Mehr Platz fürs Schwein: Clemens Tönnies will Haltungsbedingungen verbessern”

Suche



Datenschutzerklärung

TOPIC®-Klauen-Emulsion und Gel: Bei Mortellaro Präparate ohne Wartezeit einsetzen! DSC_0014

Die Folgen der kastrationslosen Ebermast: Ungenießbares Eberfleisch stört das Vertrauen der Verbraucher

Fragen und Antworten zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes.

Antibiotikaverbräuche in Human- und Veterinärmedizin: Was ist viel & Und wer verbraucht "viel"?



logo-rathjens

Topic-Logo

tierbestand12-13

Penisbeißen in der Ebermast: ... sofort rausnehmen, sonst ist da die Hölle los! Penis_Zeller_Beringer_02

Das arttypische Verhalten der Eber sorgt für Unruhe in der Ebermast.



Bis zu 1 % ungenießbare Stinker: 24.000.000 kg Schweinefleisch in die Tonne?

Antibiotikaverbräuche in der Tierhaltung: Genau hinschauen lohnt sich

Tunnelblick: Stinkefleisch ist nicht das einzige Problem der Ebermast

Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch: "Ich befürchte, dass der Fleischkonsum schleichend zurückgeht"


gesundheit

Interaktive Tierseuchenkarte




Isofluran-Gasnarkose
Ferkelkastration, Ebermast, Eberimpfung
Verbraucherschutz: Paratuberkulose & Morbus crohn
Toxoplasmose bei Schweinen, Geflügel und Menschen
Botulismus
Morbus Crohn durch Mykobakterien: Ein Verdacht wird zur Gewissheit
Topic®-Emulsionspray und Gel decken ab, lösen Verkrustungen, trocknen aus und sind gegen Bakterien und Pilze konserviert. Die Topic®-Produkte neutralisieren den tierspezifischen Eigengeruch und Gerüche von Entzündungssekreten z.B. beim Zwischenschenkelekzem, Sommerekzem, Kannibalismus, Mauke, Huf- oder Klauenveränderungen. Der versorgte Bereich wird so für Insekten (Fliegen) wenig attraktiv. Die Emulsion und das Gel können auch unter Verbänden und im Zwischenschenkelbereich von Kühen eingesetzt werden.

Zoonosen



Beliebte Beiträge



Morbus Crohn & ParaTb



Prof. Borody im Interview bei YouTube.