Rheinland-Pfalz: Im neuen Jahr bisher 26 Geflügelpest-Nachweise bei Wildvögeln
Koblenz (LUA) – Die Klassische Geflügelpest breitet sich in Rheinland-Pfalz wieder neu aus. 2026 hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) die hochpathogene Aviäre Influenza bisher bei 26 Wildvögeln nachgewiesen. Die Diagnosen vor allem bei Schwänen in den Kreisen Bad Kreuznach und Trier-Saarburg wurden vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt.
Nach einer Risikoeinschätzung des FLI vom 6. Februar 2026 besteht weiterhin ein hohes Risiko des Eintrags, der Aus- und Weiterverbreitung von HPAI H5-Viren in wild lebenden Wasservogelpopulationen innerhalb Deutschlands. Auch das Risiko von Einträgen in Geflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird als hoch eingeschätzt.
Der Rückflug der Kraniche hat hör- und sichtbar begonnen. Die Kranichpopulation (Grus grus) hat während des Herbstzuges in den Süden eine Durchseuchung erfahren. Die Viruslast wird jetzt etwas geringer sein, weil die meisten der Rückkehrer die Infektion schon hinter sich haben.
Die Kreisveterinärbehörden sind angewiesen, verdächtige tote Wildvögel ins LUA zur Untersuchung auf Geflügelpest zu bringen. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, achtsam zu sein und Totfunde zu melden.
Über Schutzmaßnahmen für die rheinland-pfälzischen Geflügelbestände entscheiden die Kreisverwaltungen risikoorientiert selbst. Im Kreis Trier-Saarburg gilt ab dem 13. Februar wieder Stallpflicht – zunächst befristet bis 20. März. In allen anderen Kreisen ist die Stallpflicht aufgehoben.

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