Kastrierte Kater kurz halten
Zürich (aho) – Ziel einer wissenschaftlichen Untersuchung am Institut für Tierernährung der Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich war, den Energiestoffwechsel kastrierter Kater anhand indirekter Kalori- metrie und von Stoffwechseluntersuchungen näher zu bestimmen. Hierzu wurden 12 Kater der Rasse “Europäisch Kurzhaar” eingesetzt. Die Hälfte der Tiere wurde kastriert, während die andere Hälfte einer Scheinoperation unterzogen wurde. Die unterschiedliche Entwicklung der Kontrolltiere und der Kastraten wurde sieben Wochen nach der Kastration beurteilt. Die kastrierten Kater waren sieben Wochen nach der Kastration deutlich (signifikant) schwerer als die nicht kastrierten Kontrolltiere. Diese Zunahme fand in Form von Fett statt. Die Kastraten nahmen während der ganzen Zeit deutlich mehr, wenn auch nicht statistich signifikant, Futter zu sich. Weder die scheinbare Verdaulichkeit noch die Umsetzbarkeit der Energie hatten sich zwischen den zwei Gruppen verändert. Ebenso waren sowohl die physische Aktivität als auch die Wärmeproduktion von der Kastration unbeeinflusst. Allerdings war der Erhaltungsbedarf der kastrier- ten Kater mit 176 kJ/kg LM/d um ca. 14 % tiefer als bei den Kontrolltieren. Anhand dieser Ergebnisse scheint die restriktive (knappe) Fütterung von Katern nach der Kastration sicherlich empfehlenswert.
Sabine Läuger, 2001 Der Energieumsatz von Katern vor und nach der Kastration Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Zürich, Departement für Veterinär-Physiologie und Tierernährung, Institut für Tierernährung
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