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Tierschutzchaos auf dem Gnadenbrothof: Todesfälle +++ Maden +++ Amokläufe

Darmstadt (aho) – Mit einem verbalen Amoklauf versucht offenbar die 55 Jahre alte Frau, die sich als Betreiberin eines so genannten „Gnadenbrothofs“ ausgibt, deswegen aber seit Jahren „Kundin“ beim Veterinäramt des Kreises Darmstadt-Dieburg und bei der Staatsanwaltschaft ist, auf die Sicherstellung der in Weiterstadt untergebrachten Hängebauchschweine zu reagieren. Der Landwirt, bei dem die Tiere in Ställen leben, erhielt nach der Sicherstellung von einem der drei von der selbst ernannten Tierschützerin eingesetzten Tierhalter – nach Meinung des Veterinäramts alles Strohmänner – zwei jeweils einstündige Anrufe, in denen ihm unmissverständlich erklärt wurde, dass er um seinen guten Ruf fürchten müsse und in denen er gezielt zur Falschaussage überredet werden sollte. Er sollte behaupten, dass der schlechte Zustand der Tiere urplötzlich erst nach der Sicherstellung durch das Veterinäramt aufgetreten sei. Außerdem sollte er die Tiere herausgeben. Zusätzlich stellte der Landwirt fest, dass es nächtliche Besuche in seinen Ställen gegeben hat. Der Landwirt hatte Ende Juli, Anfang August in gutem Glauben die Tiere untergebracht, nachdem ihm die damalige Rechtsanwältin der „Tierschützerin“ versichert hatte, dass alles seine gute Ordnung habe.

Gleichzeitig erhielt die mit dem Fall beschäftigte Amtstierärztin beim Veterinäramt einen Brief einer Frau aus dem Raum Marburg, selbst Pferdebesitzerin, und bei der außerdem Pferde der „Gnadenbrothof“-Besitzerin untergestellt sind, die ebenfalls bereits unter der Kontrolle des dortigen Veterinäramts stehen. Die Dame wurde am Telefon ebenfalls massiv bedroht und aufgefordert, die Gast-Pferde herauszugeben. Wie sie dem Veterinäramt mitteilte, fürchte sie inzwischen um die Sicherheit ihrer eigenen Pferde.

Der verbale Rundumschlag gipfelte schließlich darin, dass bei der Amtstierärztin selbst ein Anruf einging. Die telefonische Botschaft war eindeutig: „Ihr Kopf wird bald rollen und ihr Stuhl wird bald frei“. Zu den vielen Anzeigen gegen die „Tierschützerin“, die derzeit schon bei der Staatsanwaltschaft liegen, wird wohl noch eine weitere hinzukommen.

Schreckensbilanz einer „Tierschützerin“

Die „Tierschützerin“ beschäftigt seit mehreren Jahren die Behörden, intensiv seit 2002. Durch geschickte Hinhaltetaktiken wie zum Beispiel ständig wechselnde Anwälte, Überschreibungen auf Töchter oder andere „Tierhalter“ und Missachtung von Fristen verstand sie es immer wieder, gegen sie eingeleitete Verfahren zu verzögern. Das Veterinäramt hat in den vergangenen Jahren alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, um der Dame Einhalt zu gebieten. Hier nur einige Punkte einer schrecklichen Bilanz unter dem Deckmantel Tierschutz

– 180 zum Teil schwerst kranke Hängebauchschweine, acht davon mussten eingeschläfert werden, Tiere fressen ihre eigenen Ferkel

80 Pferde in unhaltbarem Zustand, neun Pferde eingeschläfert beziehungsweise schwer krank verstorben

– 133 Ziegen in erbarmungswürdigem Zustand, 15 davon wegen irreparabler Gesundheitsschäden eingeschläfert, Maden krochen an Tierbeinen hoch

– mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz

– mehr als 30.000 Euro Bußgeld bisher

– Ermittlungen wegen versuchten Totschlags („Tierhalterin“ und ihre Tochter fuhren mit Jeeps auf Polizisten und Mitarbeiter des Veterinäramts los)

– 13 Anwälte verschlissen

– Tierhalteverbot missachtet

– naturschutzrechtliche Verfahren

– mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt

Gnadenbrothof“ Katzenelnbogen: 200 Pferde und 300 Schweine in schlechter Haltung. Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz: „Die Betreiber sind hoffnungslos überfordert, ihre Tiere artgerecht zu versorgen, sie haben ihre Aufgaben gröblichst verletzt“.

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