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Österreich: Hund an Aujeszky-Virus verendet +++ Wild als Infektionsquelle

Wien / Mödling (aho) – Obwohl der österreichische Hausschweinebestand seit 1997 offiziell frei von Aujeszkyscher Krankheit gilt, muss weiterhin mit dem Vorkommen des Virus bei Wildtieren gerechnet werden. Österreichische Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) berichten jetzt im Fachjournal „Wiener Tierärztliche Monatsschrift“ (3/2006) über einen jagdlich geführten Deutschen Jagdterrier, der mit deutlichem Juckreiz an der linken Lefze und Krämpfen und wegen einer kontinuierlichen Verschlechterung seines Allgemeinzustandes an die Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre der Veterinärmedizinischen Universität Wien überwiesen wurde. Aufgrund der Symptomatik wurde die Verdachtsdiagnose „Vergiftung“ gestellt und der Hund, nachdem er trotz intensiver Therapie verstorben war, zur weiteren Diagnostik an das Institut für Pathologie übermittelt. Eine pathohistologisch nachweisbare, nichteitrige Enzephalitis mit intranukleären Einschlusskörperchen und die nachfolgende immunhistochemische Darstellung von Suid Herpesvirus-1 Antigen führten zur Diagnose“ Aujeszkysche Krankheit“. Eine PCR, spezifisch für den gE-Gen-Locus des Virus, erlaubte die eindeutige Zuordnung des isolierten SuHV-1 zu einem Feldstamm. Da der österreichische Hausschweinebestand seit 1997 offiziell frei von Aujeszkyscher Krankheit ist, nehmen die Wissenschaftler eine Ansteckung über ein infiziertes Wildtier an. Diese Möglichkeit sollte nach Meinung der Experten in Hinblick auf die Epidemiologie dieser Krankheit in Zukunft stärker Beachtung finden.

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