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Auch Hunde leiden unter der Hitze!

Bonn (aho) – Der Sommer zeigt sich zurzeit von seiner besonders heißen Seite. Nicht für alle Menschen ist diese Jahresphase ausschließlich angenehm. So klagen nicht wenige über Kreislaufprobleme. „Die große Hitze ist aber auch für Hunde ein erheblicher Stress, da Hunde extrem hitzeempfindlich sind“, erläutert Dr. Hannelore Rohleder, Leiterin des Veterinärdienstes am Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn. Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen, können allein durch Hecheln, das heißt durch Erzeugung von Verdunstungskälte, ihre Wärme abgeben. Die Wasserverdunstung erfolgt nur solange, wie die Temperatur und die Sättigung der Außenluft mit Wasserdampf niedriger sind als die Körpertemperatur und die Feuchtigkeit des Atems. Schafft der Hund die Wärmeabfuhr nicht durch Hecheln allein, muss er sich zusätzlich durch Liegen auf kalten Flächen, Anfeuchten des Felles durch Belecken oder auch mit einem Wasserbad Kühlung verschaffen.

Besonders kritisch ist der Aufenthalt im Auto. „Lassen Sie ihren Hund niemals alleine im Wagen zurück, nicht einmal für eine Viertelstunde“, so Dr. Rohleder. Geöffnete Schiebedächer oder ein Fensterspalt reichen nicht aus, die Wärmeentwicklung zu bremsen. Wird das Fahrzeug im Schatten geparkt, muss berücksichtigt werden, dass die Sonne wandert und das schattige Örtchen schnell zum heißen Sonnenplatz werden kann. Auch wenn es in den nächsten Tagen etwas kühler werden sollte, die Temperatur innerhalb des Autos steigt durch die Sonneneinstrahlung schnell über 28°C bis 50°C an. Wenn dann noch die Luft im Wagen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, ist dem Hund jede Möglichkeit des Temperaturausgleichs genommen. Steigt die Körpertemperatur über 39,2°C, wird das Tier unruhig, lässt die Zunge bei gestrecktem Hals weit raushängen und das Hecheln fällt schwer und unterbleibt ganz. Hinzu kommt ein Flüssigkeitsmangel, der zur Eindickung des Blutes führt. Über 40°C pumpt der Organismus Blut vom Körperinneren in die äußeren Körperteile, um das Blut abzukühlen. In schweren Fällen werden als Folge lebenswichtige Organe nicht mehr mit Blut versorgt und der Hund fällt in einen Schockzustand, bei fehlender Hilfe tritt der Tod ein. Besonders gefährdet sind ältere, trächtige oder übergewichtige Tiere.

Die Reaktion des Hundes besteht normalerweise darin, dass er versucht, der Situation zu entkommen. Da er nicht aus dem Auto entweichen kann, entwickelt sich bei ihm eine schwere psychische Leidenssituation. Dr. Rohleder: „Sie können dies vielleicht mit der Panik des Menschen in lebensbedrohenden Situationen vergleichen. Wer diese Situation bei einem Hund – oder auch bei einem anderen Tier – herbeiführt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz.“

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