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Düsseldorf: Schon 13 Hunde aus überhitzten PKWs gerettet

Düsseldorf (aho) – Schon 13 Mal mussten die Tierärzte des Düsseldorfer Amtes für Verbraucherschutz in diesem Sommer ausrücken, um die Bergung von Hunden aus völlig überhitzten Autos anzuordnen. Das Amt für Verbraucherschutz der Stadt Düsseldorf weist aus diesem Anlass darauf hin, dass Hunde bei den gegenwärtig hochsommerlichen Temperaturen auf gar keinen Fall allein im Auto gelassen werden dürfen. Zuwiderhandlungen stellen laut Tierschutzgesetz eine erhebliche Vernachlässigung dar. Dies wird mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro bestraft. Bei vorsätzlichem Handeln drohen den Haltern sogar Freiheitsstrafen.

Meist sind es Bürger oder Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes, die solche Fälle von Tierquälerei den Tierärzten im Amt melden. Diese schreiten dann ein, lassen das Auto öffnen und die Hunde in Sicherheit bringen.

Denn an warmen Tagen heizt sich das Innere eines geparkten Fahrzeuges extrem schnell auf: Bei direkter Sonneneinstrahlung können Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius erreicht werden. Sind dann die Scheiben des Autos zu oder nur einen Spalt weit auf, unterbleibt jede Wärmeabgabe und Luftzirkulation.

„Hunde sind sehr hitzeempfindliche Tiere. Da sie vor allem bei sommerlichen Temperaturen ihren Körper durch Hecheln und nicht durch Schwitzen abkühlen, besteht das Risiko für einen Hitzschlag schon nach wenigen Minuten starker Überhitzung“, erklärt Tierarzt Klaus Meyer vom Amt für Verbraucherschutz. Zusätzlich kann übermäßiges Hecheln auch zu einer Reihe von Stoffwechselproblemen führen, ohne entsprechende tierärztliche Behandlung kommt es schnell zum Kreislaufzusammenbruch, der oft tödlich endet. Sehr junge, alte, übergewichtige und Hunde bestimmter Rassen mit verkürztem Fang sind einem noch höheren Risiko ausgesetzt.

Falls es sich im Einzelfall überhaupt nicht vermeiden lässt, den Hund – für kurze Zeit – im Wagen warten zu lassen, sollten folgende Vorkehrungen getroffen werden:

* Das Auto muss im Schatten geparkt werden. * Über die der Sonne zugewandten Fensterscheibe sollte eine Matte oder ein Karton gelegt werden, um Schatten zu spenden. * Ein Fenster sollte offen gelassen werden. Mit einem Belüftungsgitter kann dafür gesorgt werden, dass der Hund nicht stiften geht. * Dem Hund sollte – auch wenn die Zeit, in der er allein ist, nur kurz ist – ein Napf mit frischem Wasser zur Verfügung stehen.

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