Berlin: Tierfreunde füttern Hirschkuh zu Tode +++ Pommes nicht artgerecht!
Berlin (aho) – Am vergangenen Dienstag verendete im Wildgehege in der Berliner Hasenheide eine Hirschkuh elendig, weil sie von Besuchern buchstäblich zu Tode gefüttert wurde. Tierpfleger Rolf Rese (47) fand die Damhirsch-Dame und schilderte das Tierdrama dem Berliner Kurier: “Schon den ganzen Tag über hatte sie sich merkwürdig verhalten. Ganz offensichtlich litt sie unter Koliken.”
Die Ursache kennt Rese ganz genau: “Die Hirsche werden von den Besuchern in falsch verstandener Tierliebe mit allem Möglichen gefüttert. Viele glauben sogar, die Tiere bekämen nichts zu fressen. Sonst würden sie ja nicht an den Zaun kommen.”
Besonders beliebt seien Pommes, Brötchen, Nudeln und Kekse. Rese: “Die Hirsche sind Wiederkäuer, vertragen nur pflanzliche Nahrung. Alles Andere führt zu fürchterlichen Blähungen.”
Es geht allerdings auch noch schlimmer. Fast täglich werden Plastiktüten voll mit schimmeligen Brot über den Zaun geworfen. Rese: “Da muss ich doch am Verstand zweifeln.”
Ab Oktober sollen neue, mehrsprachige Warnschilder die Besucher informieren. Bis dahin bleibt der Zugang zu den Hirschen gesperrt.
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