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Ex-Tierheimchef Poggendorf: „Traumhonorare“ aus Spendengeldern

Hamburg (aho) – Wolfgang Poggendorf hat vom Hamburger Tierschutzverein (HTV) in seiner Zeit als ehrenamtlicher Vorsitzender in einem bisher nicht bekannten Ausmaß Geld kassiert. Das berichtet jetzt das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf den HTV-Notvorstand Hauke Maschewski. So hat Poggendorf, gegen den die Staatsanwaltschaft in mehreren Fällen wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, von dem gemeinnützigen Verein für seine journalistischen Tätigkeiten 2006 und 2007 mehr als 86.500 Euro erhalten.

Nach Recherchen der Zeitung stellte alleine im Jahr 2006 Poggendorf für 729 Stunden mehr als 47.000 Euro in Rechnung. Zum Vergleich: Laut Gehaltstarifvertrag des Deutschen Journalisten-Verbandes verdient ein ausgebildeter Redakteur ab dem 4. Berufsjahr jährlich 39.240 Euro (zuzüglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und muss dafür etwa 1.872 Stunden arbeiten. Auch der freie Journalist Jan Heitmann, der jetzt für den Vorstand des HTV kandidiert, stellte dem Verein in den vergangenen Jahren eine stolze Summe für Pressearbeit in Rechnung: Alleine im Zeitraum von 2004 bis einschließlich 2007 erhielt Heitmann rund 140.000 Euro.

Das Abendblatt stellt die Frage, für welche „Pressearbeit“ die Tierschützer Poggendorf und Heitmann die hohen Summen kassiert haben. Fest steht, die beiden haben redaktionell für die HTV-Zeitschrift „ich&du“ gearbeitet. Diese hatte meist um die 60 Seiten und erschien viermal pro Jahr. Häufig standen jedoch im Impressum unter Redaktion weitere Personen. Außerdem hat zumindest Heitmann nach eigenen Angaben die Internetseite mit betreut und Pressemitteilungen verfasst, die allerdings Seltenheitswert hatten.

Unterdessen hat die Dauerkrise des HTV zu Massenaustritten geführt: Seit Mitte Januar sind rund 450 Mitglieder aus dem Verein ausgetreten, so die Zeitung in ihrem Bericht.

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