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Braunschweig: 4.000 Fähnchen und Schilder machen Grünflächen zu Verbotszonen für Hundekot

Braunschweig (aho) – Eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne startet die Stadt Braunschweig heute, um auf das Problem von Hundekot auf Gehwegen sowie in Parks und auf Grünflächen aufmerksam zu machen. Über 1.500 auffällige Fähnchen in der Gestaltung eines Verbotsschildes für Hundehaufen und mit der Aufschrift „Weg mit dem Dreck“ werden ab sofort flächendeckend in den Braunschweiger Parks und Grünflächen in den Boden gesteckt. Bis Ende Juni werden sie dort zu sehen sein. Dazu kommen 2.500 Minischilder aus Karton in der gleichen Gestaltung in den Parks und auf Spielplätzen sowie 300 Plakate in den Ringgebieten. Mitarbeiter der Stadt werden Hundebesitzer zudem in Parks ansprechen und sie mit einem Postkarten-Flyer über die Aktion informieren.

„Diese Aktion geht weit über unsere übliche Öffentlichkeitsarbeit hinaus“, erläutert Dennis Schwarz, Leiter des Projekts „Unser sauberes Braunschweig.“ „Anders als bei Themen wie Zigarettenkippen oder Kaugummis hat sich das Problem Hundekot trotz Ausbau der Hundestationen, Bußgelder von mittlerweile mindestens 50 Euro, und intensiver Öffentlichkeitsarbeit mit mehreren Plakataktionen nicht verbessert.“

Die meisten Besitzer der über 7.400 Hunde in Braunschweig verhielten sich vorbildlich, so Schwarz. „Aber bei einigen stoßen wir nach wie vor auf taube Ohren. Sie wollen offenbar nicht begreifen, dass sie als Hundehalter eine Verpflichtung ihrer Umwelt gegenüber haben: Hundekot verschandelt das Stadtbild, ist ekelig, unhygienisch und eine Gesundheitsgefahr, insbesondere auch für spielende Kinder in Parks und auf Spielplätzen.“

Schwarz weiter: „Diese Uneinsichtigen wollen wir mit dem Problem – symbolisch und für kurze Zeit – ganz direkt konfrontieren. Eine Parkfläche voller Verbotsschilder kann niemand ignorieren“, begründete Schwarz den ungewöhnlich starken Eingriff in den öffentlichen Raum. „Niemand kann dann sagen, er hätte nicht gewusst, dass das nicht erlaubt ist. Wir wollen, dass die bisher Uneinsichtigen über ihr Verhalten nachdenken und sich endlich rücksichtsvoll verhalten. Nur mit Eigenverantwortlichkeit ist dieses Problem lösbar. Die kann der Staat nicht verordnen, aber wohl dafür werben.“

Die Stadt sei den Hundehaltern bereits entgegengekommen, ergänzt Michael Loose, Abteilungsleiter Grünunterhaltung im Fachbereich Stadtgrün. Die Zahl der Hundestationen sei in den vergangenen Jahren stark erhöht worden und auf mittlerweile 46 gestiegen. Sie enthalten kostenlose Hundetüten, die die Entsorgung des Hundekots leicht machen. „Das hilft aber alles nichts, wenn sie nicht von allen benutzt werden. Die Beschwerden der Bürger über Hundekot, ob bei uns im Fachbereich, dem Ideen- und Beschwerdemanagement oder bei Bürgersprechstunden, reißen jedenfalls nicht ab.“ Die Entsorgung erhöhe den Pflegeaufwand der Stadt. „Die Mehrkosten trägt die Allgemeinheit. Denn anders als immer noch viele meinen, wird die Entsorgung eben nicht mit der Hundesteuer abgegolten.“

Im Fokus der Aktion stünden nicht die Hunde, sondern ihre Halter, unterstrich Schwarz. Deshalb sei das sehr gelungene Plakat mit den drei Hunden und der Aufschrift „Nicht schuldig“ auch für diese Aktion verwendet worden. Es ist das Motiv der großen Plakate in den Ringgebieten, außerdem ist es auf den 20.000 Postkarten zu sehen, die an Hundebesitzer verteilt werden und an vielen Stellen öffentlich ausliegen. In Bussen und Bahnen, auf Litfasssäulen und Großflächen ist es ebenfalls zu sehen.

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