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EU fördert Netzwerk für lebenslanges Lernen

Hannover (TiHo) – Die Vorstellung, dass mit dem Ende des Studiums die Ausbildung abgeschlossen ist, ist längst überholt. Das Wissen nimmt stetig zu und lebenslanges Lernen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wird zur Unterstützung des lebenslangen Lernens gemeinsam mit der Universität Utrecht, dem Royal Veterinary College in London, der Universität für Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin in Bukarest sowie der Szent István Universität in Budapest ein Expertennetzwerk entwickeln, in dem Tierärzte und Studierende mit veterinärmedizinischen Fachkollegen in Kontakt treten können.

Insgesamt fördert die EU das Projekt Network on Veterinary ICT in Education (NOVICE) mit 400.000 Euro. Die TiHo erhält rund 100.000 Euro und wird für die technische Infrastruktur, die Einführung der Nutzer in das Netzwerk und die Erstellung von Kursen und Anleitungen für das Netzwerk verantwortlich sein. In der ersten Phase des Projekts werden die Wissenschaftler gemeinsam ein Konzept für das internetbasierte Netzwerk entwickeln und die Experten an den Hochschulen einbinden, um es dann in einem zweiten Schritt für Studierende und Tierärzte zu öffnen. Über Web2.0-Techniken soll es künftig einfacher möglich sein, den Kontakt zu Fachkollegen zu halten und fachliche Informationen abzurufen. Dr. Jan Ehlers, E-Learning-Berater an der TiHo erklärt: „Über sogenannte Lernmanagementsysteme erhalten die Studierenden schon heute einen Großteil ihrer Informationen für den Ablauf des Studiums. Dazu zählen zum Beispiel Prüfungszeiten und Noten, aber auch Lernmaterialien. Mit dem Ende des Studiums verlassen sie die Hochschule und verlieren so automatisch den Zugang zu dieser Plattform.“ Ehlers möchte den Studierenden und späteren Tierärzten gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen eine Plattform bieten, die ihnen einen lebenslangen Zugriff ermöglicht – sogenannte Personal Learning Environments. Die Oberfläche dieser Plattform stellen sich die Nutzer selbst zusammen: Nur die Techniken, die sie interessieren und die sie nutzen, werden auf ihrer individualisierten Nutzeroberfläche platziert. Die Techniken, die für dieses Werkzeug des lebenslangen Lernens eingesetzt werden sollen, sind beispielsweise Wikis, Internetforen, tiermedizinische Blogs oder soziale Netzwerke wie Facebook. So wird der Kontakt zu Fachkollegen direkt ermöglicht. Da diese Form des lebenslangen Lernens auch für andere Disziplinen interessant ist, werden die Wissenschaftler des Projektes NOVICE den Erfolg des Netzwerkes und die verschiedenen eingesetzten Techniken evaluieren und anderen Fachrichtungen zur Verfügung stellen.

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