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Neue Konzepte dringend gefragt: Katzenschwemme überfordert Tierheime

Hamburg/Berlin/Bremen (aho) – Das Hamburger Tierheim in der Süderstraße platzt aus allen Nähten. Besonders das Katzenhaus ist mit fast 500 Katzen völlig überfüllt. In einer Sonderaktion will der Hamburger Tierschutzverein vermehrt Katzen an neue Besitzer vermitteln.

Dabei beinhaltet die Schutzgebühr für die Vermittlung von 95 EUR

  • den Chip (für alle Katzen, die Freigang haben)
  • eine kostenlose Kastration im Tierheim der Katzenwelpen im Alter von 6 – 9 Monaten nach ihrer Vermittlung
  • Verlängerung der kostenlosen Behandlung auf vier Wochen (statt zwei) im Bedarfsfall durch die Tierärzte des Tierschutzvereins während der Sprechzeiten.

 Ähnliche Probleme haben bundesweit auch viele andere Tierheime. So meldet das Tierheim in Berlin, dass dort 780 Katzen behandelt und gepflegt werden. Mehr als die Hälfte von ihnen befindet sich zur Zeit noch in der Krankenstation des Tierheims. Doch rund 300 Katzen warten in den Vermittlungshäusern auf Menschen, die ihnen ein neues Zuhause geben möchten. „Täglich kommen derzeit über 20 Katzen hinzu“, klagte Wolfgang Apel, der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und des Deutschen Tierschutzbundes.

Auch das Bremer Tierheim beherbergt über 500 Katzen. Daneben auch 200 Kleintiere und fast 70 Hunde. Auch hier appelliert Wolfgang Apel in seiner Funktion als Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins an Tierfreunde, Katzen aus dem Tierheim aufzunehmen. Aufgrund der hohen Anzahl der Tiere sind die Kapazitäten des Tierheims völlig ausgeschöpft, Katzen und Hunde, die aus privater Haltung abgegeben werden sollen, können zur Zeit kaum noch aufgenommen werden, so die Tierheimleitung kürzlich in einer Medieninformation.

3 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. susanne funke

    Das ist doch völlig klar: Es muß endlich eine bundesweite Kastrationspflicht und Kennzeichnungspflicht noch Paderborner Vorbild geschaffen werden und Verstösse dagegen müssen mit schmerzhaft hohen Bussgeldern geahndet werden!

  2. Einzelkämpfer

    Es ist 5 vor 12. Wann unternimmt endlich der Gsetzgeber etwas?

  3. TF

    Was interessiert es den Gesetzgeber? Erst wenn jede noch so kleine Kommune und jedes stinkende Bauerndorf verpflichtet wäre für alle Fund- und herrenlose Tiere den nächsten Tierheimen sämtliche Kosten zu erstatten würde eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht ratz fatz beschlossen… Aber wer würde den Kommunen diese Verpflichtung auferlegen?

Reply to “Neue Konzepte dringend gefragt: Katzenschwemme überfordert Tierheime”

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