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Tollwutfall im Landkreis Bamberg: Behörden suchen Kontaktpersonen

rufzeichenHaßberge/Steinbach (aho) – Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Tollwut-kranke Hundewelpe aus Marokko am 10. und 11. Juli auf dem Golfplatz in Steinbach. Aus Vorsorgegründen ermittelt das Landratsamt Haßberge jetzt, ob Menschen oder andere Hunde dort mit dem Welpen direkt in Kontakt gekommen sind. Alle Personen mit oberflächlichen Kratzern oder Hautabschürfungen, die den Hundewelpen zum Beispiel gestreichelt haben, werden deshalb gebeten, sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Bei weiteren Fragen gibt das Gesundheitsamt Haßberge Auskunft. Auch Hundebesitzer, werden gebeten, sich beim Veterinäramt zu melden, wenn ihr Vierbeiner Kontakt zu dem Hundewelpen hatte.

Beim Ausbruch der Tollwut müssen unverzüglich strikte und umfassende Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. In der Regel erfolgt die Übertragung auf den Menschen durch den Biss eines tollwutkranken oder infizierten Tieres. Des Weiteren ist die Viruserkrankung durch Krallenhieb oder bei verletzter Haut durch den Speichel während der Risikozeit übertragbar. Die Tollwutviren rufen eine Erkrankung des zentralen Nervensystems hervor, die durch Bewusstseinsstörungen, Wesensveränderungen und fortschreitende Lähmungserscheinungen gekennzeichnet ist. Einmal ausgebrochen verläuft Tollwut beim Menschen tödlich.

Hintergrund

Am 25. Juli wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei einem importierten Hundewelpen aus dem Landkreis Bamberg Tollwut nachgewiesen. Der fünf Monate alte Welpe stammte aus Marokko und war vierzehn Tage vor der Seuchenfeststellung eingeführt worden. Laut Impfpass erfolgte in Marokko die vorschriftsmäßige Tollwutimpfung. Allerdings wurde die für die Einfuhr ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Tollwut-Antikörper-Titerbestimmung nicht durchgeführt und die danach erforderliche Wartezeit von mindestens drei Monaten im Ursprungsland ebenfalls nicht eingehalten.
 
Wenige Tage nach der Einfuhr erkrankte der Junghund an fortschreitender Kieferlähmung, nahm keine Nahrung mehr auf und zeigte leicht aggressives Verhalten. Der behandelnde Tierarzt reagierte schnell und umsichtig und äußerte den Verdacht auf Tollwut. Der erkrankte Welpe wurde eingeschläfert und zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim gebracht. Der Tollwutverdacht wurde vom Labor am nächsten  Tag bestätigt. Es ist davon auszugehen, dass sich der Welpe bereits vor oder kurz nach der Impfung mit dem Virus infiziert hat. Ein belastbarer Impfschutz besteht aber frühestens drei Wochen nach erfolgter Impfung.

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