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Lebensgefahr auch für Hunde: Zahlreiche Fälle von Staupe und Lungenwurm bei Füchsen im Enzkreis – Amt rät zu Impfung und Wurmkur

fuchs_02.jpgPforzheim (pm) – Eine plötzliche Häufung von kranken oder verendeten Füchsen beunruhigt die Jäger im südöstlichen Enzkreis, aber auch das für Tierseuchen zuständige Verbraucherschutz- und Veterinäramt. Wie dessen Leiter Dr. Ulrich Dura sagt, seien die Tiere mit der Staupe oder mit dem Lungenwurm infiziert. Beide Erkrankungen können tödlich sein – und stellen auch für Hunde eine Bedrohung dar. Deshalb empfiehlt Dura Impfungen, regelmäßige Parasitenkontrollen und Wurmkuren.

„In den letzten Wochen häufen sich Meldungen von auffälligen Füchsen im Enzkreis“, bestätigt der Wildtierbeauftragte des Enzkreises, Dieter Krail. Bei Untersuchungen der erlegten oder tot aufgefundenen Füchse wurde zum einen das für Füchse und Hunde gefährliche Staupevirus nachgewiesen, in anderen Fällen ein massiver Befall mit Lungenwürmern. Die erkrankten Tiere zeigen ein gestörtes Allgemeinbefinden, schnelle Ermüdung, Appetitmangel, Erbrechen, Husten, Atembeschwerden oder Nasenausfluss. Bei einem massiven Befall können zudem neurologische Symptome auftreten.

Der Große Lungenwurm ist ein hochpathogener Parasit. Er siedelt sich im Atmungstrakt und in den Blutgefäßen der Lungenarterien sowie der rechten Herzkammer an. Die Larven verursachen schwere Entzündungen der Gefäßwand und des gesamten Lungengewebes. „Lassen Sie Ihren Hund regelmäßig entwurmen, damit die Larven keine Gelegenheit haben, sich einzunisten und zu entwickeln“, rät Veterinär Dura. Bei gesunden Hunden sollte mindestens einmal im Jahr eine Kontrolluntersuchung auf Parasiten mit anschließender Entwurmung durchgeführt werden.

Gegen die Staupe dagegen hilft laut Ulrich Dura am besten eine vorbeugende Impfung, die bei erwachsenen Tieren spätestens alle drei Jahre aufgefrischt werden sollte. Die Viruserkrankung führt in schweren Fällen zum Tod – vor allem dann, wenn die Erkrankung auf innere Organe wie Milz, Lymphknoten oder Knochenmark übergeht oder Gehirn und Nervensystem schädigt.

Ähnlich wie beim Lungenwurm zeigen sich bei erkrankten Tieren Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit oder erhöhte Körpertemperatur. Als typisches Symptom der Staupe nennt Dura zudem Nasen- und Augenausfluss. Wie bei den meisten Viruserkrankungen kann der Tierarzt nur die Symptome behandeln, nicht jedoch die Krankheit selbst. „Im Zweifel sollten Hundebesitzer ihren Tierarzt konsultieren, der sie kompetent berät“, empfiehlt Dura.

Die Staupe ist hierzulande keine Unbekannte, wie Fälle aus den vergangenen drei Jahren in den Landkreisen Esslingen, Ludwigsburg und Böblingen zeigen. Dass die Krankheit, die als nahezu ausgerottet galt, wieder auf dem Vormarsch ist, führen Experten auf die insgesamt zunehmende Zahl an Füchsen und auf eine gewisse Impfmüdigkeit der Hundebesitzer zurück – und auf den zum Teil illegalen Import von Welpen, die nicht die vorgeschriebenen Immunisierungen erhalten haben.

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