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Landkreis Lüneburg: Weitere Fälle von Fledermaus-Tollwut nachgewiesen

Lüneburg (lk/wö) – Vor zwei Wochen wurde erstmals das Tollwutvirus bei einer Fledermaus im Landkreis Lüneburg nachgewiesen – nun sind drei weitere Fälle in Adendorf und Embsen bekannt geworden. Der Landkreis Lüneburg warnt deshalb weiterhin vor dem direkten Kontakt mit Fledermäusen. „Eine Tollwut-Impfung ist ein wirksamer Schutz gegen den Ausbruch der lebensgefährlichen Krankheit“, sagt die Leiterin des Lüneburger Gesundheitsamtes Dr. Marion Wunderlich. „Auch Hunde und Katzen sollten vom Tierarzt gegen Tollwut geimpft sein“, empfiehlt Dr. Julia Pfeiffer, Leiterin des Veterinäramtes.

Erkrankte Fledermäuse werden häufig am Tage in der Nähe von Häusern aufgefunden. „Die eigentlich nachtaktiven Tiere zeigen dann ein unnatürliches Verhalten, beispielsweise attackieren sie nahegelegene Gegenstände, haben Orientierungs­schwierigkeiten, Schluckbeschwerden oder Lähmungserscheinungen und sind deshalb flugunfähig“, erklärt Amtsveterinärin Dr. Julia Pfeiffer vom Landkreis Lüneburg. Menschen sind aber keinem erhöhten Risiko ausgesetzt, solange sie keinen direkten Kontakt zu den Tieren haben. Auch von herabgefallenen Jungtieren, Kot oder gar winterschlafenden Tieren geht keine Gefahr aus.

Übertragen wird das Virus mit dem Speichel oder Augensekret der Tiere, zum Beispiel durch Kratzwunden. Es besteht daher für den Menschen keine Gefahr, sofern er eine Fledermaus nicht ungeschützt berührt. Das Veterinäramt rät deshalb, das Tier mit dicken Lederhandschuhen vorsichtig anzufassen und in eine Kiste mit Luftlöchern zu setzen. Im Veterinäramt kann das Tier zur Untersuchung abgegeben werden.

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen (Juckreiz, Kopfschmerzen, Unruhe, Unwohlsein, Übelkeit, Fieber), kann einige Tage bis mehrere Monate betragen. Wenn man bereits Kontakt mit einer Fledermaus hatte, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen und sich gegen Tollwut impfen lassen.

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