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Hochzeitstauben oft nicht überlebensfähig

Siegburg (aho) – Immer häufiger sind in Innenstadtbereichen weiße Tauben zu beobachten, die seit Tagen an einem Ort verweilen. Diese Hochzeitstauben sind oftmals weiße Lach- oder Pfauentauben, die nicht gelernt haben, sich selber ihre Nahrung zu beschaffen oder überhaupt in freier Natur zu überleben. Auf dieses Tierschutzproblem weist jetzt das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hin.

Mit ihren zusätzlichen Federn an den Füßen oder ihren fächerartig aufgestellten Schwanzfedern sehen sie zwar sehr hübsch aus. „Sie haben aber nicht den Orientierungssinn und die Flugfähigkeit der weißen Brieftauben. Dadurch finden die Tiere nicht wieder zurück nach Hause zum Züchter“, erläutert Dr. Hanns von den Driesch, Leiter des Kreisveterinäramtes.

Das hat tragische Konsequenzen: Die Tauben bleiben dort, wo sie „ausgesetzt“ wurden. Weil sie durch die langen Federn schlecht laufen können oder auch eine eingeschränkte Sicht haben, werden sie schnell Opfer von Greifvögeln oder dem Straßenverkehr bzw. verenden an Krankheiten.

„Wenn Sie bei Ihrer Trauung unbedingt weiße Tauben fliegen lassen möchten, dann achten Sie bei der Auswahl des Züchters bitte darauf, dass wirklich nur gut trainierte Brieftauben aufsteigen, die den Weg zu ihrem heimatlichen Taubenschlag ohne Probleme finden können“, appelliert Dr. Hanns von den Driesch. „Noch besser wäre es jedoch, ganz auf den Einsatz der Tiere zu verzichten und als Alternative Hochzeitsballons aufsteigen zu lassen.“

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