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Hoher Blutdruck bei Katzen kann Warnsignal sein

Bei Ă€lteren Katzen sollte der Tierarzt regelmĂ€ĂŸig Blutdruck messen.
[Die Blutdruckkontrolle sollte gerade bei Àlteren Katzen fester Bestandteil der jÀhrlichen Vorsorgeuntersuchung sein. Foto: BfT/David Herraez Calzada/shutterstock.com]

Bonn (BfT) – Vor allem Ă€ltere Katzen haben hĂ€ufig einen zu hohen Blutdruck. Meist stecken schwerwiegende Erkrankungen dahinter. Rechtzeitig erkannt, lassen diese sich besser behandeln. RegelmĂ€ĂŸiges Blutdruck messen ist also auch verantwortungsvolle Vorbeuge.

Ältere Katzen sind anfĂ€llig fĂŒr eine Vielzahl von Krankheiten. Drei der bedeutendsten sind die Niereninsuffizienz, die SchilddrĂŒsen-Überfunktion und der Diabetes mellitus. Alle drei haben gemeinsam, dass sie den Blutdruck der Katze steigen lassen. So leiden je nach Studie 19 bis 65 Prozent der Katzen mit chronischer Nierenerkrankung (CNE) auch an Bluthochdruck (Hypertension bzw. Hypertonie). Umgekehrt kann Bluthochdruck zu NierenschĂ€den fĂŒhren, bis zu drei von vier Katzen mit Bluthochdruck leiden an einer chronischen Nierenerkrankung. Hoher Blutdruck belastet das Herz und erhöht das Risiko, dass BlutgefĂ€ĂŸe reißen und es zu Blutungen kommt. Typisch sind auch SchĂ€den der Netzhaut des Auges. Die plötzliche Erblindung ist das hĂ€ufigste Symptom beim Bluthochdruck. Neurologische Symptome wie Desorientierung, KrampfanfĂ€lle oder Gleichgewichtsstörungen werden bei 15 bis 46 Prozent der betroffenen Tiere beschrieben.

Von einem erhöhten Blutdruck bei der Katze spricht man bei Werten ab 160 mm Hg (systolischer Wert). In einer Studie wurden NetzhautschĂ€den bereits bei diesem Wert festgestellt. Der Blutdruck ist also ein frĂŒher und wichtiger Indikator dafĂŒr, ob ein Tier gesund oder krank ist bzw. gesund bleibt. Die Symptome einer Hypertonie selbst sind dabei nur schwach ausgeprĂ€gt. Bluthochdruck wird oft erst anhand der schwerwiegenden Folgeerkrankungen diagnostiziert. Risikopatienten sind Ă€ltere Katzen ab etwa sieben Jahren. Vorsorgeunteruntersuchungen sind dann grundsĂ€tzlich empfehlenswert, der Blutdruck kann bei routinemĂ€ĂŸigen Tierarztbesuchen in der Regel problemlos und fĂŒr die Katze völlig schmerzfrei mitgemessen werden. Wird der hohe Blutdruck rechtzeitig erkannt, lĂ€sst er sich gut behandeln. Der Tierarzt wird dann blutdrucksenkende Mittel verordnen.

Bluthochdruck lĂ€sst sich nur schwer vorbeugen, da meist – wie beschrieben – eine andere Krankheit ursĂ€chlich zugrunde liegt. Diese muss diagnostiziert und behandelt werden. Neben der Messung des Blutdrucks ist daher auch ein regelmĂ€ĂŸiges Screening der Nieren- und SchilddrĂŒsenfunktion bei Ă€lteren Katzen die beste Vorsorge.

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