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Aktuelle ZMP-Markttendenzen

Vieh und Fleisch

Bonn (ZMP) – An den Fleischgroßmärkten war von einer Nachfragebelebung nach Rindfleisch noch wenig zu spüren. Dennoch gab es erste Überlegungen zu Vorbereitungskäufen mit Edelteilen für das Ostergeschäft. Insgesamt war der Rindfleischhandel von sehr mühsamen Geschäften im In- und Ausland gekennzeichnet. Aufgrund der unbefriedigenden Vermarktungsmöglichkeiten setzten die Schlachtunternehmen überall die Auszahlungspreise für männliches Schlachtvieh deutlich zurück. Das Bundesmittel für Jungbullen der Handelsklasse R3 sank um acht Cent auf 2,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Mit dem Ende des Milchwirtschaftsjahres waren Schlachtkühe etwas reichlicher verfügbar. Hierfür bewegten sich die Preisabschläge allerdings in engeren Grenzen. Der Durchschnittspreis für Kühe der Klasse O3 lag mit 1,75 Euro je Kilogramm drei Cent niedriger als in der Vorwoche. Der Versand von Rindfleisch in EU-Länder war fortgesetzt sehr verhalten. Auch die Drittlandsgeschäfte verliefen in sehr ruhigen Bahnen. – In der kommenden Woche dürften die Notierungen für Jungbullen nach den jüngsten kräftigen Preisrückgängen zwar weiter schwach tendieren, die Abschläge werden jedoch nicht mehr so deutlich ausfallen. Die Erzeugerpreise für Schlachtkühe dürften sich knapp behaupten. – Bei geringer Nachfrage nach Kalbfleisch entwickelten sich die Preise je nach Teilstück uneinheitlich. Am Schlachtkälbermarkt können sich die Notierungen für pauschal abgerechnete Tiere nach den deutlichen Rücknahmen in der Vorwoche aktuell bei 3,85 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht knapp behaupten. – Für Nutzkälber erlösten die Anbieter bei verhaltener Nachfrage überwiegend etwas schwächere Preise. Auf den Fleischgroßmärkten verliefen die Geschäfte mit Schweinefleisch etwas besser als zuletzt; die Einstandspreise für Schweinehälften zogen leicht an. Allerdings bereitete die Vermarktung der Teilstücke weiter Probleme. Dagegen war der Markt für Schlachtschweine Anfang April auf ganzer Linie ausgeglichen. Das nicht zu reichliche Angebot konnte zu meist unveränderten, regional auch leicht festeren Kursen reibungslos bei den Schlachtereien unterkommen. Das Bundesmittel für Schlachtschweine der Klasse E stieg leicht auf 1,20 bis 1,21 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. – Trotz der vergleichsweise schleppenden Schweinefleischnachfrage dürfte sich an den Schlachtschweinepreisen in der kommenden Woche nur wenig ändern. – Am Ferkelmarkt ließ sich das verfügbare Angebot bei leicht belebter Nachfrage der Mäster zu stabilen bis leicht festeren Notierungen platzieren.

Eier und Geflügel

Der Eiermarkt tendiert inzwischen zwar etwas freundlicher, ist aufgrund der niederländischen Geflügelpest aber weiter unübersichtlich. Das Angebot ist insgesamt ausreichend, lediglich weiße M-Ware ist knapp verfügbar. – Auch der Hähnchenmarkt hat sich entspannt; die Preise konnten sich teilweise leicht befestigen. Das könnte bereits eine Reaktion auf das in einigen Wochen wohl knapper ausfallende Angebot sein. Der Putenmarkt ist nach wie vor schwach. Dabei ist die Lage für Rotfleisch deutlich besser als die für Weißfleisch.

Milch und Milchprodukte

Der saisonale Anstieg der Milchanlieferungen an die hiesigen Molkereien hat sich ungebremst fortgesetzt. In den kommenden Wochen dürfte sich der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie aber wieder verringern. Am Buttermarkt ist die Lage weiter ausgeglichen, obwohl die Produktion zuletzt höher lag als im Vorjahr. Die Nachfrage nach abgepackter Ware verläuft im normalen Rahmen. Die Preise sind auf dem bisherigen Niveau stabil. Bei Blockbutter ist eine rege Nachfrage für die private Lagerhaltung sowie für den Export festzustellen. Das Interesse an Schnittkäse ist ebenfalls gestiegen. Standardsorten wie auch Spezialitäten werden im Hinblick auf die bevorstehenden Osterfeiertage zügig disponiert. Das Angebot ist in allen Bereichen ausreichend, trotzdem sind die Preise zuletzt leicht abgebröckelt. Der Magermilchpulvermarkt wird durch die Interventionsmöglichkeit stabilisiert. Die Produktion ist aufgrund der hohen Milchanlieferung recht umfangreich. Dem steht eine ruhige Nachfrage gegenüber. Die Preise für Futter- und Lebensmittelqualitäten haben sich erneut etwas abgeschwächt.

Getreide und Futtermittel

Am Getreidemarkt gibt es Anzeichen einer Erholung, dem Handel fehlen aber messbare Impulse. Etwas Bewegung wird vom Brotweizenmarkt aus Norddeutschland gemeldet, wenn auch die Umsätze weiterhin gering sind. Der Druck auf die Preise nimmt dort ab; in Süddeutschland überwiegt noch Schwäche. Fallzahlstarke Partien an Brotroggen sind knapp und lassen sich glatt absetzen. Die Notierungen ziehen an. Im Futtergetreidesektor ist die leichte Nachfragebelebung im Norden und Nordwesten ausgeprägter als im Süden und Osten: Bevorzugt werden dabei Weizen und Futtergerste, wenn der Preis stimmt. Bei kurzfristigem Bedarf wird sogar teilweise der Aprilreport gezahlt. An Triticale werden nur noch Einzelpartien gehandelt. Erzeuger suchen immer häufiger Abnehmer bei selbstmischenden Veredlungsbetrieben, wo sie mehr Geld erzielen. Ähnlich läuft das sehr bescheidene Geschäft mit Hafer. Die Preisrücknahmen für Körnermais zeigen Wirkung; ab süddeutscher Station ist teilweise kaum mehr als der Interventionspreis anzulegen. Das kleine Braugerstenangebot zieht unverändert schleppend ab. – Am Rapsmarkt sind die Preise trotz Sojabaisse im Aufwind. An den Kassamärkten herrscht Zurückhaltung, die Preiserwartungen liegen weit auseinander. – Im Futtersektor werden Mischfuttermittel von den Landwirten bei unveränderten Preisen meist ruhig aufgenommen. Auch die Umsätze mit Einzelkomponenten fallen weiterhin vergleichsweise gering aus. Energieträger werden überwiegend zu stabilen Preisen offeriert. Sojaschrot weist jedoch festere Kurse auf. Die Nachfrage nach Rapsschrot nimmt zu, Interesse besteht vorwiegend an Ware zur kurzfristigen Bedarfsdeckung.

Kartoffeln

Der Speisekartoffelmarkt steht Anfang April vor einem größeren Sortimentswechsel: Während bislang im Einzelhandel bundesweit die Ware aus der Herbsternte dominiert, die sehr preisgünstig in noch gut ausreichenden Mengen verfügbar ist, rücken nun Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum mehr in den Blickpunkt. Dabei offerieren Discounter in einigen Bereichen zumindest vorübergehend ausschließlich Frühware.

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Handlungsbedarf: Wissenschaftler weisen MAP in Rindfleisch nach

Derio (aho/lme) Wissenschaftlern von Baskischen Institut für Landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung 'Neiker-Tecnalia' im spanischen Derio ist es gelungen, den Erreger der Paratuberkulose 'Mycobacterium avium paratuberculosis' (MAP) in der Muskulatur von Rindern und Kühen zum Zeitpunkt der Schlachtung nachzuweisen.
Weitere Informationen hier.