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Pilotprojekt in Zeven: Neues Betäubungsverfahren für Rinder

Hannover (aho/lme) – Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich EHLEN hat sich bei einem Besuch der Premium-Fleisch AG in Zeven über die bisherigen Erfahrungen mit einer neuartigen Elektrobetäubung für Schlachtrinder informiert. Das Verfahren wurde im Rahmen eines Pilotprojektes durch das Landwirtschaftsministerium mitkonzipiert und wird mit 50.000 Euro bezuschusst. Wissenschaftlich betreut und begleitet wird dieses neue Verfahren von der Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF) in Kulmbach, deren Experten dem Minister die wesentlichen Merkmale des neuen Betäubungsverfahrens detailliert beschrieben. Während auf den meisten deutschen und europäischen Schlachthöfen sowie in den USA und Südamerika die Betäubung der Rinder durch Bolzenschuss erfolgt, ist es in Neuseeland schon seit Jahren üblich, alle Schlachttiere elektrisch zu betäuben. Diese Methode wird seit der BSE-Krise auch von deutschen Wissenschaftlern, Verbraucherschützern und Politikern stärker diskutiert, zumal bei einem Bolzenschuss die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen ist, dass Gehirnpartikel auf das Muskelgewebe oder in die Umwelt gelangen könnten. Bei der Elektrobetäubung ist diese Möglichkeit ausgeschlossen. Da die Elektrobetäubung in einer speziell dafür konstruierten Box erfolgt, in der die Köpfe der Tiere fixiert werden und zudem ein sonst übliches Zusammensacken der Tierkörper vermieden wird, ermöglicht das Verfahren zusätzlich auch Verbesserungen für den Tierschutz. Zudem wird die Arbeitssicherheit der Beschäftigten gewährleistet, weil sie im Unterschied zur Bolzenschussmethode keinen Reflexbewegungen der geschlachteten Tiere ausgesetzt sind, die zu erheblichen Verletzungen führen können. Im Abschlussgespräch mit den Kulmbacher Wissenschaftlern, der Firma Banns (Biedenkopf in Hessen) als Hersteller der Pilotanlage und der Unternehmensleitung der Premium-Fleisch AG unterstrich Minister Ehlen, dass er sehr daran interessiert sei, wenn die positiven Erfahrungen dieses Pilotprojektes sich weiterhin bestätigen würden. So würden wesentliche Fortschritte beim gesundheitlichen Verbraucherschutz, beim Tierschutz, bei der Arbeitssicherheit und auch bei der Fleischqualität erreicht. Er dankte dem Fleischzentrum Zeven insbesondere auch dafür, dass es nach der erfolgreichen Erprobung des Salmonellen-Monitoring bei Schlachtschweinen vor einigen Jahren nun ein weiteres Mal bereit war, ein Pilotprojekt des Landes unter Praxisbedingungen zu erproben und die wegen der wissenschaftlichen Begleitung damit verbundenen zusätzlichen Belastungen auf sich zu nehmen. Da in Zeven wöchentlich 1000 Rinder nach dem neuen Verfahren geschlachtet und zerlegt würden, sei er zuversichtlich, dass das Betäubungsverfahren bald weitere Anwender finden wird und damit der Verbraucher- und Tierschutz in diesem Bereich weiter verbessert wird.

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