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Gewürzindustrie vor großen Herausforderungen

Bonn (agrar.de) – Die Politik der Bundesregierung im Bereich Lebensmittel und Verbraucherschutz, vorgestellt von MR Dr. Walter Töpner, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, und die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche standen im Mittelpunkt der Jahrestagung des Fachverbandes der Gewürzindustrie am 09. Mai 2003 in Berlin.

Töpner stellte die Pläne der Bundesregierung zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit vor. Danach sollen u.a. risikobehaftete Rohstoffe, die nach Deutschland importiert werden, bereits an der Grenze systematisch kontrolliert werden. Eine entsprechende ‚Risikoliste‘ sei in Arbeit. Zur schnellen Umsetzung des Ziels, die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu gewährleisten, entwickele die Bundesregierung nationale Konzepte und werde die entsprechenden Überlegungen auf EU-Ebene aktiv begleiten. In der Diskussion, die sich an den Vortrag Töpners anschloss, wiesen die Vertreter der Industrie darauf hin, dass die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte im ureigenen Interesse der Wirtschaft liegt, dass aber die immer stärkere Ausrichtung der Verbraucher auf den Preis als alleiniges Auswahlkriterium dies zunehmend erschwert. Dies gilt insbesondere, wenn Rohstoffe drastisch im Preis anziehen, wie es derzeit bei Ascorbinsäure der Fall ist, die heute 300 Prozent teurer ist als noch vor einem Jahr.

Im Jahr 2002 importierte die Gewürz verarbeitende Industrie – rund 70 ausschließlich mittelständische Unternehmen – insgesamt ca. 66.000 t Gewürze (im Vergleich zum Vorjahr: + 5,3 Prozent). Im Lebensmitteleinzelhandel wuchs der Markt im Jahr 2002 auf rund 242 Mio. Euro und damit 4,5 Prozent gegenüber 2001 (232 Mio. Euro). Weit über 150 Mio. Packungen fanden ihre Abnehmer. Dabei führt unverändert Pfeffer die Liste der Top 10 der beliebtesten Gewürze vor Paprika, Koriander und Kümmel an. Macis, Zimt, Nelken, Ingwer und immer mehr Gewürzmischungen halten Einzug in die Küche. Besonders beliebt sind Spezialitäten aus dem Ethno-Bereich – vom Mittelmeer bis Mexiko. Feurige Geschmackssensationen mit Chili und Knoblauch werden immer beliebter, Zitronenpfeffer ist längst kein Exot mehr. Unverändert erfreuen sich auch Kräuter der Provence sowie italienische und mexikanische Kräutermischungen großer Beliebtheit.

Wichtige Partner und Kunden der Gewürzindustrie sind Fleischerhandwerk und Fleisch verarbeitende Industrie. Hier stellen die Gewürzhersteller die Zutaten für traditionelle und neue, innovative und gelingsichere Produkte zur Verfügung. Flüssige Marinaden und Würzöle – erlesene Kompositionen aus Gewürzen, Kräutern, Salz und anderen fein aufeinander abgestimmten Geschmacksstoffen – gewinnen zunehmend an Bedeutung, eignen sie sich doch ideal zum Marinieren von Geflügel, Fisch und Fleisch, zum Braten und Grillen. Dazu bietet die Gewürzindustrie für Endverbraucher wie Weiterverarbeiter Convenience-Produkte im besten Sinne an.

Höchste Anforderungen an Qualität und Sicherheit haben ihren Preis. Gleichwohl sind Gewürze und Würzmittel heute – anders als in den Zeiten Marco Polos und Vasco da Gamas – für jedermann erschwinglich. Guter Geschmack ist damit in erster Linie eine Frage der sorg-fältigen Auswahl, nicht des Geldbeutels.

Kontakt: Fachverband der Gewürzindustrie e.V., Reuterstr. 151, 53113 Bonn, Tel.: 0228-216162, Fax: 0228-229460, E-Mail.

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