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Hohes Milchaufkommen in der EU

(ZMP) – Trotz struktureller Überschüsse hält sich der Milchmarkt in der Europäischen Union meist mehr oder weniger in einem Gleichgewicht, das allerdings häufiger durch zwei Faktoren kurzfristig ins Schwanken gebracht wird: Die Entwicklung der Milchanlieferungen und des Drittlandexportes. Nur wenn die Milchanlieferung in der EU in den kommenden Monaten rasch zurückgeht und neue Exportaufträge zustande kommen, ist eine nachhaltige saisonale Befestigung des Milchmarktes im Herbst zu erwarten. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres haben die Landwirte in der Europäischen Union fast exakt die gleiche Milchmenge an die Molkereien geliefert wie im Vorjahreszeitraum – mit etwas niedrigeren Anlieferungen im Februar und leicht höheren im März und April. Im Mai dürfte der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie nach ersten Informationen wieder gestiegen sein, vor allem aufgrund eines höheren Milchaufkommens in Deutschland und Frankreich. 2002 hatte das gegenüber den Vorjahren deutlich höhere Milchaufkommen zur Zeit der Saisonspitze einen dramatischen Preisdruck an den Rohstoffmärkten ausgelöst. Dies hat sich im laufenden Jahr nicht wiederholt, obwohl vermutlich sogar noch etwas mehr Milch als 2002 zur Verfügung stand. Im vergangenen Jahr drängten allerdings zusätzlich noch erhebliche Mengen an Konzentrat aus Großbritannien zur weiteren Verarbeitung auf den europäischen Kontinent, was hier „das Fass zum Überlaufen gebracht hatte“. Nachdem in Großbritannien mittlerweile neue Kapazitäten für die Herstellung von Milchpulver und Butter in Betrieb gegangen sind, hat sich die Lage in dieser Hinsicht entspannt. Die Verarbeitungskapazitäten waren in diesem Jahr zur Zeit der Milchspitze zwar voll ausgelastet, es traten aber keine größeren Überschüsse auf, die zu einem drastischen Verfall der Preise beim Rohstoffhandel zwischen Milch verarbeitenden Unternehmen geführt hätten.

Exportgeschäft beruhigt sich

Das Geschäft mit Drittländer hat sich für die EU in den ersten Monaten des laufenden Jahres zunächst recht positiv entwickelt. So konnten noch Ende 2002 zahlreiche Kontrakte für den Export von Magermilchpulver abgeschlossen werden, die im ersten Quartal 2003 ausgeliefert wurden. Dadurch haben sich die Ausfuhren von Januar bis März 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdreifacht. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Magermilchpulverexport 2002 im langjährigen Vergleich ausgesprochen schwach war. Deutlich verbessert hat sich im ersten Quartal 2003 auch der Export von Butter, und die Käseausfuhren der EU haben ebenfalls zugelegt. Geschrumpft sind allerdings die bereits im Vorjahr schwachen Exporte von Vollmilchpulver und Kondensmilch. Im April und Mai verschlechterte sich die Lage auf dem Weltmarkt für die EU-Anbieter. Durch den immer stärker werdenden Euro hat ihre Konkurrenzfähigkeit zunehmend gelitten. Mit Magermilchpulver kamen kaum neue Abschlüsse zustande. Mitte Mai hob die Europäische Kommission zwar die Exporterstattungen von 51 auf 60 Euro je 100 Kilogramm an, dieser Schritt reichte aber nicht aus, um wieder Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Dagegen könnte die zwei Wochen später erfolgte Erhöhung der Exporterstattungen für Vollmilchpulver nach bisheriger Einschätzung zu einer leichten Erholung der Ausfuhren beitragen. Derzeit werden am Weltmarkt Kontrakte für den Rest des Jahres verhandelt; dabei werden wichtige Weichen für die Marktlage im Herbst gestellt.

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